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Bewegen und bewegt werden

Dreitägiges Eurythmie-Festival im Mai 2017 lädt zur aktiven Beteiligung ein.

Vier Tage Sechs Aufführungen, vier Vorträge, Demonstrationen, Arbeitsgruppen. Ein Märchen-Projekt mit 120 Schülern aus der Unter-, Mittel- und Oberstufe aus verschiedenen Schulen.

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Bilder von den Proben

Vom 24. bis 27. Mai 2017 findet in Ismaning und in München ein Eurythmie-Festival statt. Dabei tritt die Eurythmie als Bühnenkunst in die Öffentlichkeit und Vorträge, Aufführungen, Workshops und Kurse bieten zudem die ganze Bandbreite der verschiedenen Anwendungen dieser Kunst dar. Die Generationen werden sich begegnen: Künstler, Pädagogen und Therapeuten werden das Thema „Bilder und deren Wirkung auf den Menschen“ aufgreifen. Das Festival soll ein Forum sein, auf dem diese Künstler, Pädagogen und Therapeuten mit Laien und Oberstufenschülern zusammentreffen. Für alle Besucher wird etwas angeboten. Ob jemand die Eurythmie neu kennen lernen möchte, vielleicht praktisch vertiefend eine Weiterbildung sucht oder sich einfach freudig, begeisternd bewegen möchte und bewegt werden will: durch Darbietungen und Demonstrationen aus allen Bereichen, in denen die Kunst der Eurythmie heute lebt, kann etwas erfahren werden.

Das übergreifende Thema der Tagung ist die Bedeutung von Bildern. Warum? Als Zeitgenosse kann man sich heute kaum der riesigen Bilder- und Informationsflut entziehen. Wissenschaftler und Pädagogen warnen schon lange vor den Folgen einer zu massiven Veräußerlichung der Wahrnehmungsfähigkeit bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Eine innere Verarmung kann eintreten, die heute bereits von vielen Seiten der Gesellschaft beklagt wird. Zwar möchte ein Umdenken stattfinden, neue Ideen dazu werden in die Welt gesetzt, aber auch Ratlosigkeit und Resignation sind zu spüren. Die immense Bilderflut fordert geradezu auf, einen Gegenpol zu setzen. Das kann durch die Kunst angeregt werden; durch künstlerische Betätigung werden innere Bilder erzeugt, die jeder Mensch selbst bildet. Diese innerlich geformten Bilder werden dann wieder nach außen gesetzt in dem künstlerischen Prozess, als Gegengewicht zur heute technisch erzeugten Bilderflut. Ist nicht die Eurythmie prädestiniert wie kaum eine andere Kunstform der Gegenwart, die Schönheit, Expressivität und immense Wirkung von innerlich-seelischen Bildern zum Ausdruck zu bringen?

Neben den Vorträgen mit denen die Tage jeweils beginnen und die in das Thema einleiten, gibt es die Möglichkeit, in zahlreichen Workshops tätig zu werden; Lehrer arbeiten aus pädagogischer Sicht an dem Thema, es wird einen Plastizier-und Malkurs geben, ein Workshop über die Wirkung neuer Medien ist geplant. An den Nachmittagen finden Demonstrationen statt. Bei einigen Demonstrationen und Aufführungen soll ein neues, lebendiges Arbeiten praktiziert werden: Professionelle Ensembles arbeiten mit Schülern unterschiedlicher Schulen und Altersstufen zusammen und bringen das Ergebnis auf die Bühne!

Die Veranstaltungen finden im Saal der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning statt. Die künstlerische Leitung des Festivals liegt bei Gioia Falk.

Auszug aus dem Programm:

Mi. 24.5., 20.15 Uhr: „Das Rätsel des Judas“ - Verrat und Gewissen. Eurythmie Aufführung der Else-Klink-Ensemble, Stuttgart

Do. 25.5., 20 Uhr: „Lichtblicke“, Eurythmie Aufführung Witten Eurythmie Bühne und Festival Ensemble München mit Oberstufenschüler

Fr. 26.5., 10.15 Uhr: „Ekmek-Kadaif... oder wie man ein Meisterdieb wird! Eurythmie Aufführung der Goetheanum Eurythmie-Bühne.

Fr. 26.5.: Die Macht der Seele und die K raft der Welt in der Sprache. Arbeitsgruppe von Emil Cnoops.

Do. 25.5 Fr. 26.5: Vom Wesen zum Pixel und jetzt? Arbeitsgruppe Benjamin Kolass.

Do. 25.5., 9 Uhr: „Was ist das Heilsame in Wort, Bild und Imagination?“ Vortrag von Dr. Michaele Glöckler.

Sa. 27.5., 9 Uhr: „Medienbilder und imaginative Bilder“, Vortrag von Prof. Dr. Edwin Hübner.

Weitere Informationen unter: www.eurythmie-festival.de