Buchtipp:

Olaf Daecke

Kultur Kunst Wirtschaft

Dieses Buch richtet sich an Menschen, die die Möbelfabrik Erwin Behr sowie die Eurythmieausbildungsstätte mit Else Klink und Otto Wiemer gekannt und miterlebt haben. Es beschreibt zunächst die Gründung der Möbelfabrik Erwin Behr 1912 in Wendlingen am Neckar durch den schwäbischen Unternehmer Erwin Behr senior. Durch seine avantgardistischen Ziele erhielt das Unternehmen im Laufe seiner Firmengeschichte Weltbedeutung.

Der spätere Firmenleiter und Teilhaber der Firma Behr, Dr. Ing. Emil Kühn, ermöglichte 1945 den Wiederbeginn der im Krieg in Stuttgart ausgebombten Eurythmieausbildungsstätte im schwäbischen Dorf Köngen am Neckar unter der Leitung von Else Klink und Otto Wiemer. In einem Zeitraum von 19 Jahren unterrichteten hier nahezu 70 Lehrer und Gastlehrer aus Kunst, Wissenschaft und Religion, bis die Ausbildungsstätte 1964 wieder nach Stuttgart zog. Der Schauspieler und Regisseur Otto Wiemer verwirklichte außerdem mit den Einwohnern eine besondere schauspielerische Kulturarbeit, durch die Köngen weit über die Orts und Kreisgrenze hinaus bekannt wurde und so den Beinamen KleinBayreuth am Neckar erhielt.

Dr. Ing. Emil Kühn war zusammen mit seiner Frau Martha KühnBehr mehrere Jahrzehnte volkspädagogisch, Kultur impulsierend, schaffend und bildend tätig. Hierzu gehörte unter anderem eine besondere Methode der Lehrlingsausbildung. Die damals begonnene Kulturarbeit besteht am Ort und in der Umgebung bis heute fort: im Eurythmiestudio Köngen, im Waldorfkindergarten Köngen, in den Waldorfschulen in Nürtingen, Kirchheim und Filderstadt. Außerdem war Emil Kühn maßgeblich beteiligt am Aufbau des Rudolf Steiner-Hauses und des Eurythmeums in Stuttgart nach dem 2. Weltkrieg.

Olaf Daecke: Kultur Kunst Wirtschaft.

Portraits der baden württembergischen Region Köngen und Wendlingen,

405 Seiten, 107 Abb., geb., SchneiderEditionen

32,- EUR / 35, CHF,

ISBN 9783943305302