Amphibien vor Pestiziden schützen

die warmen Temperaturen haben Frösche, Kröten und Unken schon längst aus ihren Überwinterungsplätzen gelockt und sie haben begonnen Teiche, Tümpel und Wiesen zu bevölkern. Doch von Jahr zu Jahr gibt es weniger von ihnen. Amphibien zählen mittlerweile zu den am meisten gefährdeten Tierarten weltweit, in Deutschland sind mehr als 60 Prozent vom Aussterben bedroht. Nicht nur, dass Autos und landwirtschaftliche Fahrzeuge viele der Tiere überfahren. Schuld an den drastischen Sterberaten von Fröschen, Lurchen und Kröten ist vor allem das Spritzen von Pestiziden in der Landwirtschaft. Suchen die Tiere auf mit Pflanzengiften behandelten Wiesen oder Äckern Unterschlupf, gelangen die Chemikalien über die durchlässige Haut der Amphibien in ihre Körper. Hier schädigen sie deren Immunsystem oder führen laut einer aktuellen Studie der Universität Landau bei einem Großteil der Amphibien direkt zum Tod. Auch in den Tümpeln bleiben sie nicht von Pestiziden verschont: Wasserproben, die der BUND aus kleinen Gewässern in Brandenburger Agrarregionen entnommen hat, wiesen hohe Konzentrationen von Ackergiften auf.

Auf Pflanzengifte im eigenen Garten verzichten

Wer die Tiere schützen will und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten möchte, sollte in jedem Fall auf Pflanzengifte im eigenen Garten verzichten. Statt der Giftspritze empfehlen wir die manuelle Unkrautentfernung mittels Unkrautstecher, -fugenbürste und Hacke. Gegen einen Befall mit Ungeziefer helfen im ökologischen Landbau eingesetzte Mittel wie Insekten-Klebefallen. Brühen aus Brennnesseln, Kartoffel- oder Zwiebelschalen stärken wiederum die Abwehrkräfte der Pflanzen und vertreiben so die „Schädlinge“.

BUND