Keine neuen AKW in Europa: Atom-Kritik wirkt

Die Argumente von Greenpeace Energy gegen neue Atomkraftwerke in Europa finden zunehmend Gehör bei politischen Entscheidern: Mitte April lud die EU-Kommission Vertreter der Energiegenossenschaft zur Anhörung nach Brüssel ein. Thema des zweistündigen Treffens waren die Auswirkungen des in Ungarn geplanten AKW Paks II auf Deutschland. Gegen das umstrittene Atomprojekt hatte die Kommission zuvor ein so genanntes Beihilfeprüfverfahren eingeleitet, an dem sich Greenpeace Energy ebenfalls mit einer fundierten Stellungnahme beteiligt hatte. Nun muss die EU-Kommission entscheiden, ob sie wegen unrechtmäßiger Beihilfen gegen Ungarn vorgeht.

Spannend werden die kommenden Wochen auch beim britischen AKW-Projekt Hinkley Point C, gegen dessen milliardenschwere Subventionierung Greenpeace Energy klagt. Nun will der Atomkonzern EDF entscheiden, ob, wann und zu welchen Konditionen er Hinkley Point C tatsächlich bauen kann. Auch hier zeigt sich, dass die Kritik an dem Atomprojekt wirkt: EDF sieht sich immer größeren technischen, finanziellen und nicht zuletzt juristischen Risiken gegenüber. Mehrere Top-Manager verließen angesichts des immer breiter werdenden Widerstandes bereits den Konzern, Finanzexperten warnten – und auch französische Gewerkschafter haben bereits massive Proteste angekündigt. Auch Greenpeace Energy hat in Sachen Atomkraft öffentlich Flagge gezeigt – anlässlich des Fukushima-Gedenktages bei der „Protestival“-Demo in Berlin. Wir engagieren uns auch weiter politisch – und rufen aktuell die Bundesregierung auf, sich mehr denn je gegen die AKW-Pläne in anderen EU-Staaten einzusetzen.

Greenpeace Energy