23.-25.9.

Festtage Anthroposophie

„Inovota“ an der Universität Witten/Herdecke

Pädagogik, Landwirtschaft, Medizin, Architektur, Religion oder das Wirtschaftssystem: Die Ideen Rudolf Steiners geben noch heute Impulse in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche. Bei den Festtagen Anthroposophie vom 23. bis zum 25. September auf dem Campus der Universität Witten/Herdecke erhalten Interessierte Einblicke in über 40 Nordrhein-Westfälische Initiativen. Das dreitägige Kultur- und Bildungsfest bietet Jung und Alt ein facettenreiches Programm aus Aufführungen, Workshops und Podiumsgesprächen und lädt zu offenem Austausch und Mitmachen ein.

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Die Festtage Anthroposophie zeigen Faust 1 in ungekürzter Fassung.

Foto: Georg Tedeschi

Am Freitagnachmittag diskutieren Vertreter der GLS-Bank, der Alanus Hochschule und der Christengemeinschaft mit Waldorfpädagogen und Eurythmisten bei einem Podiumsgespräch über Beruf und Spiritualität. Abends erwartet die Besucher ein Michael-Fest, bei dem Bodo von Plato, Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft, in einem Vortrag zur Zeitgeist-Qualität referiert. Zwei Eurythmieaufführungen runden das Festgeschehen ab.

Der Samstag bietet zahlreiche Workshops und offene Gesprächskreise zu Themen wie anthroposophische Medizin oder Landwirtschaft, direkte Demokratie, Waldorfpädagogik und nachhaltiges Wirtschaften. Auf der Kulturbühne präsentieren sich in kurzen Aufführungen Initiativen aus Musik, Eurythmie, Heilpädagogik und Theater. Beim Markt der Möglichkeiten können die Besucher sich an über 20 Ständen zu Kunst, Handwerk, Bildung oder Landwirtschaft informieren und ins Gespräch kommen. Für das leibliche Wohl wird mit saisonaler Küche gesorgt.

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Ein Kultur- und Bildungsfest für Jung und Alt.

Foto: Anthroposophische Gesellschaft NRW

Die dreiteilige Aufführung des ungekürzten „Faust I“ von J. W. Goethe durch das Ensemble des Schweizer Goetheanums startet am Samstag Spätnachmittag mit dem ersten Teil. Der zweite Teil der insgesamt fünfeinhalbstündigen Aufführung folgt am Samstagabend, am Sonntag wird der dritte Teil gezeigt. Damit hat das Publikum die seltene Möglichkeit, eine ungekürzte Fassung der Tragödie zu sehen, die als meistzitiertes Werk deutscher Literatur gilt.

Am Sonntagvormittag richtet die Christengemeinschaft eine Menschenweihehandlung aus und Jost Schieren, Professor für Waldorfpädagogik an der Alanus Hochschule, hält einen Vortrag zu „Erkenntnisfragen und Grenzerlebnis des modernen Menschen“, in dem er Bezüge zu Goethes Faust herstellt.

Die Festtage stehen unter dem Motto „Inovota“ ein Begriff, der in der Philosophie der Antike das Wesen einer Sache oder ihren tiefer liegenden Sinn beschreibt. „Es gibt unglaublich viel zu sehen, zu hören, zu genießen und zu feiern“, so Michael Schmock von der Anthroposophischen Gesellschaft NRW. Man wolle sich bei den Festtagen dem Wesen der Anthroposophie anhand ihrer Praxisfelder nähern. „Damit wollen wir unseren Besuchern Begegnungen und vor allem Inspirationen ermöglichen oder aber einfach ein erfülltes Wochenende.“

Das Programm der Festtage sowie die Möglichkeit, Karten für die Faust-Aufführungen zu erwerben, sind ab Mitte Mai zu finden unterwww.anthroposophie-nrw.de.

Die Festtage Anthroposophie werden veranstaltet von: Anthroposophische Gesellschaft NRW, fakt21, Christengemeinschaft NRW, Alanus Hochschule, Demeter NRW, GLS Bank, Witten/Annen Institut für Waldorf-Pädagogik e. V., Christopherus-Haus Witten, Arbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in NRW, Entwicklungsgesellschaft Witten, Blote Vogel Schule Witten, Rudolf Steiner Schule Dortmund und Tanzräume-Unterwegs.

Tatjana Fuchs

23.-25. September, Festtage Anthroposophie. „Inovota“. Ort: Universität Witten/Herdecke. Weitere Informationen: fakt21 Kulturbüro, Oskar-Hoffmann-Str. 25, 44789 Bochum, Tel: 0234-3336749,E-Mail: fakt21.kulturgemeinschaft@googlemail.com