+-c1-6grafik.psdLandtagswahl 2016: Wahlprüfsteine der AÖL

Wie stehen die Parteien zum Ökologischen Landbau?

Welchen Stellenwert hat der Ökologische Landbau, wenn im Frühjahr 2016 in Baden- Württemberg wieder Landtagswahlen anstehen? Was sind die agrarpolitischen Ideen und geplanten Maßnahmen der Parteien? Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e. V. (AÖL) hat den derzeit im Landtag vertretenen Parteien Fragen zur Agrarpolitik im Land gestellt.

In der zu Ende gehenden Legislaturperiode wurden hinsichtlich der Ökolandbau-Politik viele richtige Schwerpunkte gesetzt. Dennoch kommt die AÖL zu der Bewertung, dass sich innerhalb des politischen Rahmens noch Optimierungsspielräume bieten, um die von der Gesellschaft gewünschten Leistungen des Ökologischen Landbaus im Allgemeinen angemessen zu honorieren und die gesellschaftlich geforderten Tierschutz-, Naturschutz-, Klimaschutz- und Umweltleistungen des Ökolandbaus im Besonderen in eine Zukunft gerichtete Agrarpolitik zu überführen.

„Der Ökologische Landbau ist die effizienteste Methode, um den gesellschaftlichen Ansprüchen an die Landwirtschaft gerecht zu werden. Gleichzeitig schafft unsere Branche zusätzliche Arbeitsplätze insbesondere im ländlichen Raum. Der Ökologische Landbau sollte deshalb die Leitbildfunktion für die Entwicklung der gesamten Landwirtschaft übernehmen“, so Dr. Christian Eichert als Geschäftsführer der AÖL.

Bereits im September 2015 hat die AÖL einen umfassenden Fragenkatalog zu agrarpolitischen Leitlinien und Ausrichtungen an die Parteien geschickt. Darin enthalten sind Fragen zu aktuellen Maßnahmen wie dem Öko-Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“, zu ökonomischen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen und Wettbewerbsgleichheit oder zu den Themen Gentechnikfreiheit und Erhalt von Streuobst. Bislang haben nur Bündnis 90 / Die Grünen und CDU die Wahlprüfsteine beantwortet.

Wahlprüfsteine der AÖL als Orientierung zur Landtagswahl 2016

Über die bisherigen Antworten und Statements von Grüne und CDU können sich alle Wähler und Interessierten auf der Internetseite der AÖL unter www.oekolandbau-bawue.de ein Bild machen. Trotz einer deutlichen Fristverlängerung und mehrfachen Nachhakens bei SPD und FDP können von diesen beiden Parteien keine Rückmeldungen auf den Fragenkatalog der Öko- Anbauverbände Baden-Württembergs vermeldet werden. Sollten noch Antworten eintreffen, werden diese ergänzend auf der Internetseite aufgenommen werden.

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e. V. (AÖL)