+Küngelken-Schule.psdZukunft gesichert

Helmut von Kügelgen-Schule gGmbH erhält die offizielle staatliche Anerkennung

Die Helmut von Kügelgen-Schule wurde im September 2008 in Fellbach eröffnet. Die Schule arbeitet auf Grundlage der Waldorfpädagogik. Sie erhielt unmittelbar nach ihrer Gründung die Genehmigung durch die staatlichen Behörden Baden Württembergs. Nun erfolgte die nächste große Entwicklungsetappe: Die Schule erhielt im Oktober vom Regierungspräsidium Stuttgart, die offizielle „Staatliche Anerkennung als Ersatzschule“. Mit dieser Anerkennung kann die Schule in Eigenregie alle staatlichen Prüfungen abnehmen. Jeder Schüler kann nun, je nach seinen individuellen Fähigkeiten, den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur absolvieren.

„Wir sind stolz darauf, dass wir den großen Schritt zur Anerkennung bekommen haben“, so der pädagogische Schulleiter Christian B. Schad. Mit zahlreichen Unterrichtsbesuchen evaluierten die vom Regierungspräsidium beauftragten Lehrerkollegen die Qualität des Unterrichts. Auch die wirtschaftliche Situation der Schule wurde durch das Regierungspräsidium untersucht. Ulrich M. Kleber, der Geschäftsführer der Schule ist dankbar, dass sich unter anderem die solide wirtschaftliche Führung der Schule als gGmbH so positiv auf die Anerkennung auswirkte. „Es ist für eine Schule in freier Trägerschaft schon herausfordernd, einerseits gemeinnützig zu gestalten und trotz der eingeschränkten staatlichen finanziellen Unterstützung im Verhältnis zu öffentlichen Regelschulen, betriebswirtschaftlich alles gut zu balancieren.“ Für die ersten drei Jahre dieser Schulgründung gab es nach dem Privatschulgesetz keinerlei öffentliche Zuschüsse.

Mit der Anerkennung darf sich nun die Helmut von Kügelgen Schule auf Grundlage des Privatschulgesetzes offiziell als eine „genehmigte und anerkannte Ersatzschule auf Grundlage der Waldorfpädagogik“ bezeichnen.

Die Evaluierungen durch die staatlichen Vertreter waren notwendig, da die staatlichen Prüfungen zentrale Prüfungen sind. In der Oberstufe gilt es an einer Waldorfschule immer wieder den Spagat zwischen dem auf die Waldorfpädagogik ausgerichteten Lehrplan und den Prüfungsanforderungen des Staates in der Gleichzeitigkeit zu schaffen. Dies geschieht im Sinne einer schülerorientierten Entwicklung. Notendruck gehört nicht zu den waldorfpädagogischen Methoden. Hier wird Leistung als Anstrengung auf allen Lernebenen definiert. In den Prüfungen verlangt das Regel-Schulsystem aber im Wesentlichen ausschließlich Lernergebnisse.

„Im laufenden Schuljahr werden wir unsere ersten Prüflinge haben. Sie machen als erstes den Realschulabschluss“, so Christian Schad. Neben diesen Prüfungsvorbereitungen haben die Schüler aber weitere Prüfungen, die für ihre Persönlichkeitsentwicklung viel bedeutsamer sind: Hierzu zählen künstlerische Abschlüsse im Fach Eurythmie, die Einstudierung eines Schauspiels, eine umfassend professionelle Jahresarbeit und andere Lern-Werkstücke.

Die Schule wird die Anerkennung in kleinem Rahmen feiern. Schüler, Eltern und Lehrer werden sich dabei auf die anstehenden neuen Aufgaben einstimmen; wie den anstehenden Schulneubau. Auch die Methoden-Qualität des Unterrichts gilt es kontinuierlich weiter zu entwickeln. „Ausruhen auf dem Erreichten geht in einer lebendigen Pädagogik nicht. Diese Schule will ein Organismus sein, der sich dauernd mit seinen Schülern weiterentwickeln kann“, so die Schul- und Geschäftsführung übereinstimmend.

Helmut von Kügelgen-Schule