Viele Glückwünsche zum Start des Bunten Kreises Ennepe-Ruhr

Strahlend eröffnete Frau Dr. med. Dörte Hilgard die feierliche Auftaktveranstaltung des Bunten Kreises. Man sah ihr die Freude darüber an, dass die sozialmedizinische Nachsorge Organisation nach zwei Jahren Vorbereitungszeit nun auch in Herdecke und Witten seine Arbeit aufnehmen kann. „Eine Vision wird wahr“ freut sich die Kinder- und Fachärztin für Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie, die nun auch die ärztliche Koordination des Bunten Kreises übernimmt. Schon vor dem offiziellen Startschuss gibt es mehr als zehn kleine Patienten. Die kompetente Begleitung von der Klinik ins heimische Kinderzimmer ist von großer Bedeutung für eine gute Entwicklung der Kinder. Dies betonen auch Dr. Michael Meusers, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und gleichzeitig Vorstand des Bunten Kreises und EN. Ebenso begrüßen Dr. med. Jan-Claudius Becker, Chefarzt in der Kinder und Jugendmedizin am Marienhospital und Prof.Dr. Alfred Längler als leitender Kinderarzt den Aufbau eines Bunten Kreises im Ennepe-Ruhr Kreis. Wichtig beim Konzept des Bunten Kreises ist auch die Vernetzung, daher ist auch die Kooperation mit den Kinderkliniken des Gemeinschaftskrankenhauses sowie des Marienhospitals sinnvoll.

Mareike van Leeuwen, die Koordinatorin des Case Management erzählte engagiert über den Stress der Eltern von frühgeborenen, behinderten oder kranken Kindern. Doch am eindrucksvollsten schilderte eine betroffene Mutter samt ihrem Sohn Michel auf dem Arm die hilfreiche Begleitung des Bunten Kreises, die sie in schwierigen Zeiten nach einer neurologischen Erkrankung ihres Kindes erfahren hatte.

Auch aus der Politik kommen ausschließlich positive Reaktionen: die Bürgermeisterin von Herdecke, Katja Strauss-Köster lobte das neue Netzwerk, das eine Lücke im Ennepetal-Ruhr Kreis schließt und dabei die Menschen in den Mittelpunkt stelle. Sonja Leidemann, die Bürgermeisterin von Witten schickte schriftliche Glückwünsche zum Beginn der Einrichtung und Astrid Hinterthür stellte als Leiterin des EN-Gesundheitsamtes Unterstützung in Aussicht, zumal der Bunte Kreis Hilfe zur Selbsthilfe anbiete und in schwierigen Zeiten die gesamte Familie im Blick habe.

Wilfried Limbrock, Diplom-Pädagoge und Consulting vom Bundesverband Bunter Kreis erklärte allen Anwesenden noch einmal anschaulich die Arbeitsweise der sozialmedizinischen Nachsorge und Andreas Podeswik, Kinder und Jugendtherapeut und gleichzeitig Vorstand des Bundesverbandes führte seine Gedanken zur Zukunft der Nachsorge in Deutschland aus.

Einen kleinen Höhepunkt bildete die Spendenübergabe der Stiftung „help and hope“. Marianne Lücke hatte einen Scheck über 7.500 Euro für die neue gemeinnützige Organisation mitgebracht. „Die Krankenkassen refinanzieren leider nicht alle Kosten der Nachsorge. Deshalb ist der Verein auf Spendengelder angewiesen“, erklärt Frau Dr. Hilgard. Weitere Unterstützung kommt von der REWE-Stiftung Dortmund, von REWE Herdecke , der Christopherus-Stiftung, der Dörken- und der Henry-Thaler Stiftung sowie einigen Privatpersonen. Außerdem genehmigte die Aktion Mensch eine Anschubfinanzierung über drei Jahre.

Die freudige Aufbruchstimmung, etwas Neues und Sinnvolles gemeinsam zu beginnen war über den ganzen Nachmittag zu spüren und steckte alle Anwesenden an.

Dr. Dörte Hilgard