Frieden in Europa

Regimewechsel in der Ukraine: Wer steckt dahinter?

Russland, USA, NATO und die Rolle der Medien. Vortrag mit Dr. Daniele Ganser, Swiss Institute for Peace and Energy Research, Basel Was sich gegenwärtig als bewaffneter Konflikt in der Ukraine abspielt, erfüllt viele Menschen mit Sorge um die Entwicklung zwischen Ost und West sowie vor einem drohenden Krieg in Europa. Dieser Konflikt und seine mediale Ausschlachtung haben eine Dynamik in Gang gesetzt, die einen Krieg zwischen Russland und der NATO in greifbare Nähe zu rücken scheint.

Ganser zeichnet die Entwicklung in der Ukraine nach und stellt sie in einen Zusammenhang anhand verwandter Ereignisse in anderen Ländern. Er prüft die Aussage des früheren CIAAgenten Ray McGovern, es handle sich in der Ukraine um einen vom Westen gesponserten Putsch und untersucht Verbindungen zwischen dem Verhalten Russlands und der Osterweiterung der NATO.

Montag, 21. September, 19.30 Uhr. Veranstalter: Forum 3. Ort: Kultur und Kongresszentrum Liederhalle

Kriege werden gemacht auch Frieden ist machbar

Möglichkeiten der konstruktiven Konfliktlösung im Ukraine Krieg. Vortrag mit Prof. Dr. Friedrich Glasl, Trigon Entwicklungsberatung, Mediator, Salzburg. Aus unterschiedlichen, oft verdeckten politischen und wirtschaftlichen Interessen entstehen Spannungen, die mit untauglichen Mitteln angegangen werden und dadurch eskalieren. Gegenseitiges Misstrauen führt zu Teufelskreisaktionen und treibt den Eskalationsprozess voran. Die Konfliktparteien setzen sich gegenseitig mit Sanktionen unter Druck, um den Gegner zum Umdenken zu zwingen. Doch in Wirklichkeit verhärten sich die Positionen noch mehr. Medien dienen der psychologischen Kriegsführung und suggerieren auf beiden Seiten, es gebe keine Alternativen zur Gewalt. In Wahrheit sind viele Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbeilegung noch nicht versucht, geschweige denn ausgeschöpft worden. Möglichkeiten, die sich in ähnlichen Situationen bewährt haben, werden in diesem Vortrag vorgestellt.

Dienstag, 22. September, 18 Uhr. Veranstalter: Forum 3. Ort: Freie Waldorf Schule am Kräherwald, Festsaal

Frieden in Europa! Was können wir tun?

Gespräch mit Prof. Dr. Friedrich Glasl, Mediator, Salzburg. Gerald Häfner, Mehr Demokratie, München. Heike Hänsel, MdB Die Linke, Tübingen. Nothart Rohlfs, Initiator der Petition »Aus Sorge um Europa«, Fürstenberg/Havel. Olga SolomenkoZech, Russischlehrerin, Kassel Moderation: Ulrich Morgenthaler, Forum 3, Stuttgart

Ratlosigkeit und Gefühle der Ohnmacht beherrschen die Stimmung zahlreicher Menschen angesichts eines Konflikts, der die überwunden geglaubten Gegen sätze des Kalten Krieges mit enormer Kraft wieder aufbrechen lässt. Wird das seit geraumer Zeit in den Medien praktizierte und scheinbar begründete Gut undBöseDenken der Wirklichkeit aber gerecht? Trägt es in irgendeiner Form zur Überwindung des bewaffneten und des Konflikts in den Köpfen bei? Angesichts dessen stellt sich die Frage: Was kann getan werden, um jene Impulse zu stärken, die mit Umsicht und Mut dazu beitragen wollen, den Konflikt in der Ukraine und die eskalierende Situation zwischen Ost und West zu entschärfen, zu beruhigen und zu befrieden?

Dienstag, 22. September, 20 Uhr. Veranstalter: Forum 3. Ort: Freie Waldorf schule am Kräherwald

Petition »Aus Sorge um Europa«

Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine schwelt weiter. Die Gefahr eines Krieges in Europa ist nicht gebannt. Eine Eskalation der Kriegshandlungen in der Ukraine kann von heute auf morgen stattfinden und Minsk II zu vollständiger Bedeutungslosigkeit verurteilen.

Die Unterzeichnenden hoffen, dass es dazu nicht kommen wird. Für den Fall aber, dass trotz diplomatischer Bemühungen der unerklärte Krieg in der Ukraine erneut aufflammen sollte, erklären die Unterzeichnenden:

Wir lehnen als Europäer gleich welcher Nation jeden neuen Krieg in Europa grundsätzlich, kategorisch und unmissverständlich ab, gleichgültig von wem er ausgeht und geführt wird und unabhängig davon, wie er begründet und vertreten wird.

Wir halten den Krieg als Lösung von Konflikten in Europa für ungeeignet, antiquiert und nicht zielführend. Wir kennen heute Mittel und Wege, wie Konfliktschlichtungen, zwischenstaatliche und interkulturelle Mediationen, die besser geeignet sind, eskalierende Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Volksgruppen zu bewältigen als durch Bruch sämtlicher Vereinbarungen friedlichen Zusammenlebens, durch Entwurzelung und gewaltsame Tötung von Tausenden von Kindern, Frauen und Männern, durch Verwüstung der zivilisatorischen und kulturellen Voraussetzungen menschlichen Lebens auf der Erde sowie Zerstörung des uns umgebenden Lebens der Natur. Wir geben friedlichen Mitteln der Konfliktschlichtung nachdrücklich und eindeutig Vorrang vor Mitteln kriegerischer Gewaltanwendung und fordern diesbezüglich energische, eindeutige und unerschrockene Bemühungen für den Erhalt des Friedens in Europa von den durch uns gewählten Politikern gleich welcher Partei, jenseits potenziell vorgeschobener Sachzwänge politischer und militärischer Bündnistreue aller Art. Mit anderen Worten, wir verlangen von ihnen, die Treue zu friedenbewahrenden und friedenstiftenden Mitteln, Strategien und Ideen in der Bewältigung von Konflikten in Europa konsequent über die Gefolgschaftstreue gegenüber politischen und militärischen Bündnissen zu stellen, welche erfahrungsgemäß die Grundlage wahnwitziger kriegerischer Verheerungen gebildet haben und bis heute bilden. Es ist unsere fundamentale Überzeugung, dass die Bewahrung menschenwürdiger, lebensund zukunftsfähiger Verhältnisse in Europa für dessen individuelle Bewohner sowie dessen Volksgruppen und Völker nur auf solchem Wege eine Chance hat, die ihren Namen verdient. Wir sind von der Überzeugung erfüllt, dass es nur so gelingen kann, sich den Herausforderungen sozialer, politischer und wirtschaftlicher Art auf dem Weg in ein Europa des 21. Jahrhunderts gewachsen zu erweisen sowie diesen Herausforderungen zugleich besonnen, tatkräftig und erfolgreich das heißt im Sinne aller Individuen und Völker Europas zu begegnen!

Wir fordern unsere Politiker auf, sich einem solchen Weg unzweideutig, verpflichtend und mutig anzuschließen!

Nothart Rohlfs

Vollständige Petition: www.forum3.de/aktuellethemen/petition/