Die Suche nach der Unendlichkeit

Schülerin der Freien Waldorfschule Frankfurt (Oder) veröffentlicht im Rahmen ihrer Jahresarbeit ein Kinderbuch. 

Die Verteidigung der Jahresarbeiten ist in jedem Jahr spannend und überraschungsreich. An der Freien Waldorfschule Frankfurt (Oder) werden die Jahresarbeiten bereits in der 11. Klasse verfasst. Anfang Juni wurden die Ergebnisse öffentlich präsentiert. Eine Arbeit weist in ihrer Existenz bereits über die Grenzen der Schulgemeinschaft hinaus: Alina Ben Larbi hat sich mit der Frage nach der »Unendlichkeit« beschäftigt und sämtliche Kontexte beleuchtet, die Unendlichkeit besitzen könn(t)en, wie z.B. das Universum, Gott, den Konsum und auch die Mathematik.

Im praktischen Teil ihrer Jahresarbeit schrieb Alina ein Kinderbuch mit dem Titel »Die Suche nach der Unendlichkeit«, das sie auch selbst illustrierte. Dafür stellte sie kleine Püppchen her, die sie dann in entsprechender Kulisse fotografisch fixierte.

Das Buch kann bei jeder Buchhandlung oder online bestellt werden und erzählt die Geschichte der erst 14 Monde alten Paula, die sich auf eine Reise mit ungewöhnlichem Ziel begibt. Doch wo und wie kann die Unendlichkeit gefunden werden? Niemand scheint wirklich etwas darüber zu wissen. Davon lässt sich aber Paula nicht abhalten. Wenn niemand für sie diese Nuss knacken kann, muss sie es eben selbst in die Hand nehmen. Wenn ihr niemand die Richtung zeigt, folgt sie eben einfach ihrer Nase. Ihre Suche führt sie durch Zahlen, Emotionen, Fantasie und Wissenschaft und wird sicher alle mit einbeziehen, die sich wie Paula nicht von Rätseln einschüchtern lassen.

Unaufdringlich und dezent bettet die erst 17-jährige Autorin diverse Lebensweisheiten in die Geschichte ein und zeigt, dass auch die Sprache eine unendlich große Palette an Ausdrucksmöglichkeiten bereithält. Einfach zauberhaft.

Empfohlen wird das Buch für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren.

Die junge Autorin sagt über sich selbst: »Alina Ben Larbi liebt Elche, trägt nur Röcke statt Hosen, findet alternativlose Windenergiegegner dumm und kaputte Socken schrecklich, führt gerne Diskussionen über alles Mögliche, steht lieber auf der Bühne als morgens früh auf, hat sich fest vorgenommen, irgendwann einen Flügel in ihr Wohnzimmer zu stellen, bezeichnet sich selbst als gläubige Atheistin und ist ein wenig abhängig von Schokolade.«

Anthromedia

Buchtipp

Alina Ben Larbi: Die Suche nach der Unendlichkeit, 52 S., Books on Demand, 2015.