+Inst-Gegenwartsfragen.psd30.10.-1.11.

Assoziation oder Kartell?

Auf dem Wege zu einer Verständigungswirtschaft

Angesichts vielfältiger Krisenerscheinungen und sozialer Verwerfungen wächst die Kritik an der bestehenden Wirtschaftsordnung und mit ihr die Suchbewegung nach Alternativen. Dabei taucht der Gedanke einer Solidarwirtschaft auf, die die moderne Arbeitsteilung sozial gestaltet und das chaotische Gegeneinander der wirtschaftlichen Egoismen überwindet.

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Gefragt wird nach Verständigung und Interessenausgleich der Wirtschaftspartner und nach Organen, in denen dies möglich wird. Marktfundamentalistische Dogmatiker bekämpfen Überlegungen und praktische Versuche in dieser Richtung mit der Keule des Kartellvorwurfs. Verschleiert wird dabei, dass das Kartell eine Form der Interessenbündelung zu Lasten anderer und damit das Gegenteil einer solidarischen Verständigung darstellt. Die Auseinandersetzung mit derartigen Auffassungen ist für unsere soziale Zukunft von eminenter Bedeutung.

Zum Programm

Das Seminar wird am Freitag, dem 30. Oktober um 20 Uhr eröffnet durch einen Vortrag von Udo Herrmannstorfer zum Thema „Vom Marktmechanismus zur sozialen Gestaltung“.

Der Samstag beginnt mit bewegungskünstlerischen Improvisationsübungen, die von Elzbieta Bednarska geleitet werden. Harald Spehl untersucht „assoziationsfeindliche Strukturen“ in unserer Wirtschaftsordnung, wie sie sich durch die Art der Kreditgewährung, die Eigentumsverhältnisse, das marktfundamentalistische Verständigungsverbot und weitere Probleme ergeben. Fragen zum Vortrag schließen sich an.

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Es folgt der Erste Teil eines Forums „Recht und Ökonomie“, der von Mathias Wiesmann (Projekt „Solidarwirtschaft“) eingeleitet und moderiert wird.

Nach der Mittagspause folgt nach einer weiteren Improvisation der zweite Teil des Forums, eingeleitet und moderiert von Gerald Häfner (ehemaliger Bundestags- und Europaparlamentsabgeordneter). Am späten Nachmittag sind weitere eineinhalb Stunden für Gespräche eingeplant.

Am Abend findet ein Podiumsgespräch statt, das von den Referenten eröffnet und von Christoph Strawe moderiert wird. „Assoziative Wirtschaft Solidarwirtschaft der Zukunft?“ lautet die zu bearbeitende Fragestellung.

Der Sonntag steht unter der Überschrift „Praktische Erfahrungen mit assoziativer Wirtschaft und den Widerständen dagegen“ und beginnt wieder mit einer Improvisation. Einen Einstieg in das Thema gibt André Bleicher. Das Seminar endet am Sonntag um 12.30 Uhr, am Freitag ist das Tagungsbüro ab 19.30 Uhr zum Einchecken geöffnet.

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Seminar, Fr, 30. Oktober, bis So, 1. November 2015, Assoziation oder Kartell? Auf dem Wege zu einer Verständigungswirtschaft. Seminar mit Prof. Dr. André Bleicher, Elzbieta Bednarska, Udo Herrmannstorfer, Gerald Häfner, Prof. Dr. Harald Spehl, Dr. Michael Ross, Prof. Dr. Christoph Strawe und Matthias Wiesmann, in der Reihe „Von der Philosophie der Freiheit zum Nationalökonomischen Kurs“.

Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart, Institut für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung Dornach und Goethe-Zweig der Anthroposophischen Gesellschaft Frankfurt/M.

Ort: Rudolf Steiner Haus, Hügelstr. 67, 60433 Frankfurt am Main.

Kosten: Die Teilnahmegebühr (ohne Unterbringung) beträgt 175,- (im begründeten Einzelfall sind auch Ermäßigungen möglich) plus 30,- für die Gemeinschaftsverpflegung die auch die Pausenverpflegung einschließt.

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Weitere Informationen und Anmeldung: Institut für soziale Gegenwartsfragen e.V., Libanonstr. 3, 70184 Stuttgart, Tel. 0711 - 2368950, E-Mail: Institut@sozialimpulse.de

Fotos:

Matthias Wiesmann, Udo Herrmannstorfer, Harald Spehl, Gerald Häfner - Fotos: privat