Gemeinsam Ziele erreichen

GLS Treuhand startet Crowdfunding-Plattform für Gemeinnützige

Die Kita braucht eine neue Rutsche, die Behindertengruppe Geld für einen Ausflug und der Foodsharing-Verein hätte gerne neue Regale zum Ausstellen der Nahrungsmittel. Aber woher das Geld für solche Projekte nehmen? Viele gute Ideen, die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten, scheitern am Geld. Die GLS Treuhand startet daher eine Crowdfunding-Plattform für Gemeinnützige: 

www.gemeinschaftscrowd.de

„Wir merken einerseits, dass viele Initiativen und Projekte sehr konkreten Finanzierungsbedarf haben. Auf der anderen Seite stehen die Geldgeber, die sich freuen, wenn sie direkt nachvollziehen und erleben können, was ihr Geld ermöglicht“, erklärt Lukas Beckmann, Vorstand der GLS Treuhand. Mit der Crowdfunding-Plattform wird diese Verbindung geschaffen. Gemeinnützige Vereine und Institutionen können hier die Projekte vorstellen, für die sie Unterstützung bräuchten.

Von Anfang an legen sie fest, wie viel Geld sie benötigen. Wird die volle Summe nicht erreicht, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück, das bis dahin von der GLS Treuhand aufbewahrt wurde. Im Erfolgsfall wird das Geld an die Projektinitiator/innen ausgezahlt.

An Anfänge anknüpfen

„Mit neuen Medien bleiben wir damit ganz nah an den Wurzeln der GLS Treuhand: Gemeinsam ermöglichen wir, was alleine nicht geht“, so Lukas Beckmann.

Die GLS Treuhand und die GLS Bank haben sich aus einer Bochumer Initiative für einen bewussten Umgang mit Geld entwickelt. Sie nutzen Geld als gesellschaftliches Gestaltungsmittel. Die Wirkweise ihrer finanziellen Unterstützung können Nutzer der Plattform selbst beobachten, denn erfolgreiche Projekte halten die Menschen, die an sie geglaubt haben, über die Umsetzung auf dem Laufenden.

Mit zwei Projekten an den Start

Die Crowdfunding-Plattform startet mit zwei Projekten. Der Verein Mellifera bittet um Unterstützung, um Bienen als Umweltspäher einsetzen zu können. Dabei wird anhand eines neuen Verfahrens möglich, Umweltbelastungen, zum Beispiel durch Pestizide, zu erkennen. Ein einziges Bienenvolk befliegt ein Areal von gut 30 Quadratkilometern. Auf Unkrautvernichtungsmittel und andere Umweltbelastungen reagieren die hochsensiblen Bienen sofort. Die subtilen akustischen, vibratorischen und elektrostatischen Reaktionen der Bienen auf Pestizide werden im Bienenstock in Echtzeit erfasst, lokalisiert und über das Internet gemeldet.

Außerdem sammelt der Informationsdienst Gentechnik Geld, um seine Webseite www.schule-und-gentechnik.de für mobile Endgeräte nutzbar zu machen.

Denn SchülerInnen, die Zielgruppe der Seite, nutzen immer häufiger Smartphones beim Surfen. Die Seite bietet Unterrichtsinformationen zur Agro-Gentechnik aus kritischer Perspektive.

Es soll ein Gegengewicht zu gentechnikfreundlichen Schulmaterialien der Industrie bilden und auf umweltverträgliche Alternativen aufmerksam machen.

GLS Treuhand

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