Evolutive Agrarkultur

Landwirtschaft nach dem Bildeprinzip des Menschen

Der Landwirt als Evolutionshelfer

Warum arbeiten biodynamische Bauern anders als ihre Bio-Kollegen? Und wohin entwickeln sich Biodynamik und Ökolandbau künftig? Sollen sie Natur nachahmen oder bewusst gestalten? Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die sich aktiv in den Evolutionsprozess des Planeten Erde stellt?

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Nikolai Fuchs, ehemaliger Leiter der Landwirtschaftlichen Sektion am Goetheanum in Dornach, sucht in seinem neuen Buch Antworten darauf. Rudolf Steiners Anregung, das Ökosystem Landwirtschaft als Art Individualität nach dem Bilde des Menschen zu verstehen, verbindet er mit modernen wissenschaftlichen und philosophischen Sichtweisen von Erde und Kosmos, u.a. von Teilhard de Chardin oder Thomas Nagel.

Sein Fazit: wir leben im Anthropozän, der Mensch gestaltet längst irreversibel die Erde. Also ist der Mensch aufgefordert, seine Verantwortung bewusst zu ergreifen. Unter anderem in der Landwirtschaft, die weite Flächen unseres Planeten prägt. Fuchs denkt über Bio hinaus – sein Vorschlag zur Agrarkultur umfasst nicht nur Vielfalt, sondern darüber hinaus die Entwicklung hin zur Komplexität, also gestalteter naturhafter wie sozialer Beziehungen. Hierin spielen Boden und Kompost eine zentrale, aber nicht die einzige Rolle. Diese evolutiv begriffene Landwirtschaft weist zukünftige Entwicklungswege für Natur und Mensch zu mehr Freiheit und ist so eine Einladung zum Weiterdenken und Handeln.

Nikolai Fuchs: Evolutive Agrarkultur. Landwirtschaft nach dem Bildeprinzip des Menschen. Eine Skizze. Verlag Lebendige Erde Darmstadt 2014, Paperback, 98 S, ISBN 978-3-941-232-12-9, 16,00 Euro

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