Medizinische Sektion

Vorschlag für Leitungsnachfolge

Michaela Glöckler wird anlässlich ihres 70. Geburtstags im Herbst 2016 die Leitung der Medizinischen Sektion in jüngere Hände übergeben. Das Kollegium der Medizinischen Sektion, die Internationale Koordination Anthroposophische Medizin, hat die Ärzte Matthias Girke als Leiter und Georg Soldner als Stellvertreter vorgeschlagen. 

Seit 2010 befasst sich die Internationale Koordination Anthroposophische Medizin (IKAM) mit der Frage einer Nachfolge für Michaela Glöckler. Im Herbst 2014 bat Michaela Glöckler die Mitarbeiterschaft der anthroposophisch-medizinischen Bewegung, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen. In der Klausur vom 30. Januar bis 1. Februar schlugen die Mitglieder von IKAM einmütig Matthias Girke als Sektionsleiter und Georg Soldner als stellvertretenden Sektionsleiter vor. Matthias Girke ist Leitender Arzt am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin, Georg Soldner ist Kinderarzt aus München und ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland.

In einem Brief an die Mitarbeitenden der anthroposophisch-medizinischen Bewegung laden die Mitglieder von IKAM dazu ein, „diesen Vorschlag zu überdenken“, und Michaela Glöckler fordert dazu auf, gegebenenfalls „Gesichtspunkte oder Alternativen“ zu benennen, „die wir berücksichtigen sollten, bevor die Entscheidung fällt“. Bei positiver Resonanz wird die IKAM Matthias Girke für die Sektionsleitung und Georg Soldner als Stellvertreter dem Hochschulkollegium und der Goetheanum-Leitung zur Berufung vorschlagen. 

Michaela Glöckler leitet seit 1988 die Medizinische Sektion. Sie hat die Sektionstätigkeit sowohl international als auch hinsichtlich der Berufsfelder weiterentwickelt. Außerdem sorgte sie seit 2002 für eine internationale postgraduierte Weiterbildung zum Anthroposophischen Arzt; 2015 findet das International Postgraduate Medical Training (IPMT) in 19 Ländern statt. Darüber hinaus ist Michaela Glöckler der Aufbau einer gesunden Sozialstruktur innerhalb der anthroposophischen Bewegung  ein großes Anliegen. 

Sebastian Jüngel