Europaweit größte Turmalin-Ausstellung

Der Edelstein mit der größten Farbenvielfalt einmalige Kunstwerke der Natur

Turmalin-Ausstellung vom 23. April bis 3. Mai zum 20-jährigen Schuljubiläum der Freien Waldorfschule Backnang

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Rote Scheibe

Turmaline sind einerseits bekannt als farbige Edelsteine, sie sind aber auch wahre Kunstwerke der Natur. Sie gelten als Krone der mineralischen Welt und nehmen damit eine einmalige Sonderstellung unter den Edelsteinen, ja in der ganzen Mineralienwelt ein.

Der Name Turmalin entlehnt sich vom singhalesischen Wort „turamali“ und bedeutet so viel wie „etwas Farbiges aus der Erde“.

Obwohl schon äußerlich beeindruckend, treten die farblichen und auch geometrischen Besonderheiten des Turmalins zumeist erst in Erscheinung, wenn der Kristall längs oder quer zu seiner Wuchsrichtung in Scheiben von wenigen Millimetern Dicke geschnitten wird. Daraus entstehen Querschnitte, Längsschnitte oder ganze Serien von Querschnitten, die die Verwandlung der im inneren liegenden Formen und die Farbfolgen durch den Kristall zeigen, ja geradezu das Wesen eines solchen Kristalls offenbaren.

Erst vor wenigen Jahrzehnten wurde entdeckt, dass die Turmalinkristalle perfekte gleichseitige Dreiecke in ihrem Inneren bergen. Ebenso zeigt sich häufig eine sternartige dreiflügelige Form (vergleichbar einem Mercedesstern). Die Dreieckszeichnungen und die vom Zentrum ausgehenden, meist intensiv rot gefärbten dreiflügeligen Sterne sowie die Farbenvielfalt innerhalb einer Scheibe sind die Glanzpunkte der Ausstellung.

Über tausend Turmalin-Querschnitte, Querschnitt-Serien sowie Längsschnitte und Turmalinkristalle von den bedeutendsten Fundstellen der Welt geben in Backnang Einblicke in die große Fülle der verschiedenen Erscheinungen und Varietäten der Turmalingruppe.

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Kasten Rot

Im abgedunkelten Ausstellungsraum strahlen ringsum die Turmaline aus speziell angefertigten Leuchtkästen. Besucher können sowohl in das „Erlebnis Turmalin“ wie in eine andere Welt eintauchen, als auch das „Phänomen Turmalin“ mit seiner Vielfalt der Erscheinungen und Variationen besser verstehen.

Eine Besonderheit stellen die Turmalin-Querschnittserien dar, deren Farbzonenabfolge ähnlich dem Aufbau einer Pflanze die Wurzel-, Spross-, Blatt-, Blüten- sowie Frucht bzw. Samenzone erkennen lassen. Dies ist in der ganzen Mineralwelt einmalig. So ist zum Beispiel der aus vielen kleinen Einzelkristallen zusammengewachsene Turmalin des „Aggregat-Typus“ vergleichbar mit der Pflanzenfamilie der Korbblütler, deren Blütenbild ebenfalls aus vielen kleinen Einzelblüten besteht. Auch andere Bildungen am Turmalinkristall, wie seine gerundeten und stängelig-faserigen ausgebildeten Außenflächen erinnern an manche Pflanzenstängel. Zudem haben Querschnitte mit der zentralen dreiflügeligen Säule (Stern) große Ähnlichkeit mit dem Querschnitt eines Fruchtknotens, z.B. von der einer Tulpe. All diese Phänomene sind in den Schaukästen, Vitrinen sowie in Original-Aquarellen von Turmalin-Längsschnitten zu verfolgen.

Die Ausstellung wird mit Original-Aquarellen von Turmalin-Längsschnitten ergänzt.

Dieter Decker, der Initiator der Ausstellung TURAMALI, führt mehrfach täglich selbst durch die Ausstellung. Er hat bedeutende Fundstellen u.a. in Namibia und Brasilien sowie die weltberühmten Fundorte im Hochland von Madagaskar mehrfach besucht.

Für Turmalinliebhaber bestehen Kauf- und Tauschmöglichkeiten.

Der Reinerlös der Ausstellung kommt dem Straßenkinderprojekt Zaza Faly auf Madagaskar sowie der Waldorfschule in Windhoek/Namibia sowie zugute.

23. April bis 5. Mai. Turmalin-Ausstellung. Ausstellungsort: Freie Waldorfschule Backnang, Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 14 - 18 Uhr; Sa., So. und 1. Mai 10 - 18 Uhr. Kosten: Spende statt Eintritt.

Programm:

Führungen mit Dieter Decker täglich 14.30 u. 16.30 Uhr.

(Wochenende und 1.Mai zusätzlich 11 Uhr.)

Vorträge: siehe Veranstaltungskalender

Fotos: Sammlung Tramali