Sektion für Bildende Künste: Artist in Residence

Seit 0 3. Februar ist an der Sektion für Bildende Künste zum ersten Mal ein Artist in Residence tätig: die Kultur- und Textilwissenschaftlerin Heide Nixdorff. Sie wird daran arbeiten, Beispiele anthroposophischer Textilkunst zu sichten und wissenschaftlich zu erschließen.

Mit dem Angebot eines Artist in Residence geht Marianne Schubert, Leiterin der Sektion für Bildende Künste, auf Nachfragen ein, am Goetheanum für einige Zeit forschend tätig sein zu können. Dazu zählen Arbeiten zum künstlerischen Werk Rudolf Steiners und das Nutzen der verschiedenen Archive und Kunstsammlungen vor Ort.

Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach den Projektvorhaben. Marianne Schubert hofft, dass bis zum Ende des Aufenthalts ein Austausch über die geleistete Arbeit stattfindet. Auch das Anstoßen von Projekten gehört zu ihren Anliegen.

Heide Nixdorff wird zunächst für drei Wochen am Goetheanum tätig sein. Sie steht für Werkstattgespräche bereit.

Heide Nixdorff ist emeritierte Professorin für Kulturanthropologie des Textilien, zuletzt von 1986 bis 2005 an der Universität Dortmund. Ihrem Aufenthalt vorausgegangen ist ein Aufruf zum anthroposophischen Kleiddesign. Gesucht werden Originalwerke, die aus Rudolf Steiners Getaltungsanregungen für Bekleidung im Alltag, auf der Bühne und im liturgischen Zusammenhang hervorgegangen sind, beispielsweise Entwurfsarbeiten, Textilien, Accessoires, Fotos und schriftliche Quellen. Die Ergebnisse werden in einer Publikation dokumentiert, analysiert und interpretiert. Heide Nixdorff möchte damit einerseits die Spuren des historischen Werdens dieses Ansatzes sichern, andererseits einen neuen kreativen Prozess anregen.

Sebastian Jüngel