Berufsausbildung Arbeitserziehung auf anthroposophischer Basis

„Einer sinnerfüllten Arbeit nachgehen zu können, ist für alle Menschen eine wichtige Voraussetzung für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben. Es macht mir Freude, als Arbeitserzieherin Menschen mit Behinderungen dabei begleiten und unterstützen zu können.“

„Durch die Ausbildung zum Arbeitserzieher kann ich meinen erlernten Handwerksberuf mit einer sozialtherapeutisch – pädagogischen Ausbildung kombinieren. Das ich mich dadurch persönlich weiterentwickeln und hilfreich mit behinderten Menschen arbeiten kann, ist klasse.“ Diese Zitate stammen von Seminaristen aus den aktuellen Ausbildungskursen der Berufsfachschule für Arbeitserziehung am Karl-Schubert-Seminar Wolfschlugen, nahe Stuttgart.

Arbeitserzieher sind im Lebensmilieu „Arbeit“ tätig. In diesem breit gefächerten Arbeitsfeld sind die Arbeitserzieher vor die anspruchsvolle und fachlich herausfordernde Aufgabe gestellt, einerseits achtsam die Befindlichkeiten und Bedürfnisse jedes einzelnen Klienten wahrzunehmen und andererseits die Erfordernisse der unterschiedlichen Arbeitsabläufe und die damit verbundenen Qualitätsansprüche umzusetzen. Dies verlangt im Arbeitsalltag beständig ein hohes Maß an Kompetenz, Fachlichkeit und an Kreativität.

Das klassische Arbeitsfeld der Arbeitserzieher ist derzeit die Werkstatt für behinderte Menschen - ein anspruchsvolles und hochkomplexes Arbeitsfeld. Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und Bedürfnissen erfahren hier Unterstützung und Assistenz, um am Arbeitsleben teilnehmen zu können.

Üblicherweise ist der Begriff „Arbeit“ eng mit Begriffen wie „Produktivität“, „Effektivität“, „Leistungsfähigkeit“ verbunden. Ganz bewusst fassen wir am Karl-Schubert-Seminar als Grundlage unserer Arbeitserzieher-Ausbildung den Arbeitsbegriff sehr weit. Wir begreifen „Arbeit“ als individuell sinnerfülltes Tätig-Sein – unter dem Credo „Jede und Jeder leistet seinen individuellen Beitrag zum Ganzen.“ – und schließen damit ganz bewusst auch die Menschen mit schweren, mehrfachen Behinderungen in unseren Arbeitsbegriff und in unseren Ausbildungs- und Berufs- Fokus ein.

Weitere Arbeitsfelder der Arbeitserzieher sind Berufsbildungswerke zur Unterstützung von Menschen mit Lernbehinderungen sowie zur Rehabilitation von Menschen mit psychischen Störungen und von Suchtkranken. Auch im Rahmen von Resozialisierungsmaßnahmen für Strafgefangene in Justizvollzugsanstalten sind Arbeitserzieher tätig. Künftig wird die Assistenz zur Arbeit für Menschen mit Behinderungen direkt in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes wesentlich an Bedeutung gewinnen. Dort entsteht ein wichtiges und spannendes neues Arbeitsfeld für die künftigen Arbeitserzieher.

Die 3-jährige Ausbildung erfolgt praxisintegriert im Wechsel zwischen schulischem Unterricht und der fachpraktischen Arbeit der Seminaristen an ihren Praxisstellen. Der fachpraktische Teil der Ausbildung erfolgt bundesweit im Arbeitsbereich vielfältiger sozialer Einrichtungen. Die Seminaristen haben während ihrer Ausbildung sowohl an ihrem vertrauten Arbeitsplatz als auch während diverser Praktika die Möglichkeit, reichhaltige und vielfältige Praxiserfahrungen zu sammeln und diese mit dem erlernten fachtheoretischen Wissen zu verknüpfen. Haben wir Ihr Interesse geweckt ?

Nähere Informationen finden Sie unter www.ksg-ev oder im persönlichen Kontakt mit uns:

Karl-Schubert-Seminar;

Schulstrasse 22; 72649 Wolfschlugen; tel.: 07022 / 60281 0;

mail: seminar@ksg-ev.eu