Ausgeklingt gesellschaftskritische Komödie

12. Klassenspiel

Am 29. und 30. September 2014 führte die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Mainz das Theaterspiel „Ausgeklinkt - eine gesellschaftskritische Komödie“ von Fred Schierenbeck auf. Verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen, von Obdachlosen bis zu überdrehten Partygirls, werden szenisch beleuchtet … aus jeder dieser Gruppierungen gibt es aus unterschiedlichen Gründen einen Aussteiger. Sie begegnen sich, um ihren Traum vom Leben zu verwirklichen … ein happy end scheint nahe, doch dann kommt alles ganz anders ...

Bedeutung des Klassenspiels

Neben der künstlerischen Arbeit haben die Klassenspiele an der Waldorfschule eine sehr große Bedeutung für das Erüben sozialen Miteinanders: Jeder muss gänzlich präsent sein und nur im gemeinsamen Schaffen aller Beteiligten kann sich ein erfolgreiches Ergebnis entwickeln.

Auch aus diesem wichtigen Grund stellen die Klassenspiele in der 8. und 12. Klasse seit sehr langer Zeit einen wesentlichen

Bestandteil des pädagogischen Konzepts an allen Waldorfschulen dar. Im Gegensatz zu dem Wahlfach „Darstellendes Spiel“, das an vielen staatlichen Schulen zwischenzeitlich eingeführt wurde, ist die Teilnahme aller Waldorfschülerinnen und -schüler stets verpflichtend.

Für viele führt dies zu einer ungeahnten Entdeckung dereigenen künstlerischen Fähigkeiten. Die Tatsache, dass es jeweils vormittags auch Aufführungen für die anderen Schüler der Schule gibt, unterstreicht den hohen Stellenwert der Klassenspiele für das Profil der Waldorfschule.

Vor allem aber macht es großen Spaß, wenn Schüler und Lehrer in einen gemeinsamen kreativen Prozess ein Ergebnis erarbeiten, das am Ende voller Stolz einem öffentlichen Publikum vorgestellt werden kann.

Heiner Horras