7.-9.11.

Die Zähmung des Geldes

Lebenswirklichkeit und Geldströme

Finanzkrise, Bankenrettung, Staatsverschuldungskrise, Währungsprobleme all dies sind Stichworte dafür, dass etwas nicht stimmt an unserem Geldsystem. Das Geldwesen ist offenbar außer Kontrolle geraten, es dient nicht primär der realen Wirtschaft, sondern die Geldvermehrung ist mehr denn je zum Selbstzweck geworden. Der Casino-Kapitalismus der globalen Finanzmärkte wird zunehmend als bedrohlich erlebt. Wo das Vertrauen in die Wirtschafts- und Geldordnung erschüttert ist, wächst die Zahl derer, die die Ursache der Probleme verstehen wollen und nach Alternativen suchen. Verschiedene Konzepte und Vorschläge sind dabei in der Diskussion. Zu dieser Diskussion soll das Seminar beitragen. Besonderes Gewicht wird dabei darauf gelegt, Fragen der Geldreform im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Wirtschaftsordnung insgesamt zu betrachten. Dabei geht es auch um die aktuelle Bedeutung der Ansätze R. Steiners zu einer Erneuerung der Wirtschaftswissenschaft.

Zum Programm

Das Seminar wird am Freitag, dem 7. November um 20 Uhr eröffnet durch einen Vortrag von Dr. Michael Ross zum Verhältnis von „Bewusstseinsentwicklung und Geldwesen“.

Der Samstag beginnt mit bewegungskünstlerischen Improvisationsübungen, die von Elzbieta Bednarska geleitet werden. Dem folgt ein Vortrag von Prof. Harald Spehl, der Phänomene, Ursachen und Lösungsansätze der heutigen Geldpathologien analysiert, mit anschließender ausführlicher Gesprächsarbeit. Den Nachmittag leitet wieder eine Improvisation ein. Es folgt ein Vortrag von Udo Herrmannstorfer über die Zähmung des Geldes heute (Therapieansätze aus dem Nationalökonomischen Kurs R. Steiners). Am späten Nachmittag trifft man sich zur Gruppenarbeit über „Kaufgeld“, „Leihgeld“ und „Schenkungsgeld“.

Am Abend werden Beiträge zur Lösung aktueller Geldprobleme dargestellt. Das einleitende Referat hält Thomas Betz, führender Ökonom der „Monetative“, die sich für die Geldschöpfung in öffentlicher Hand einsetzt. Gesichtspunkte zur Rolle der Banken bringt Josef Schnitzbauer, Teamleiter der GLS-Filiale Frankfurt/M ein. Die Diskussion moderiert Christoph Strawe.

Der Sonntag steht unter der Überschrift „Auf dem Wege zu einer organischen Geldordnung“. Einer weiteren Improvisation folgen Berichte aus den Arbeitsgruppen und ein Referat von Udo Herrmannstorfer über Organbildung als Grundlage der Steuerung der Geldströme. Ein Abschlussplenum rundet die Arbeit ab. Das Seminar endet am Sonntag um 12.30 Uhr, am Freitag ist das Tagungsbüro ab 19.30 Uhr zum Einchecken geöffnet.

Fr. 7. bis So. 9. November, Seminar, Zähmung des Geldes. Mit Udo Herrmannstorfer, Thomas Betz, Elzbieta Bednarska, Prof. Harald Spehl, Dr. Michael Ross, Josef Schnitzbauer und Prof. Dr. Christoph Strawe, in der Reihe „Von der Philosophie der Freiheit zum Nationalökonomischen Kurs“

Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart, das Institut für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung Dornach und der Goethe-Zweig der Anthroposophischen Gesellschaft Frankfurt/M.. Kosten: 175,- zzgl. 30,- für Gemeinschaftsverpflegung, zzgl. Unterbringung. Detailprogramm und Anmeldung: Institut für soziale Gegenwartsfragen e.V., Libanonstr. 3, 70184 Stuttgart, Tel. 0711-2368950, E-Mail: Institut@sozialimpulse.de.

Ort: Rudolf Steiner Haus, Hügelstr. 67, 60433 Frankfurt am Main.