Goetheanismus aus Sicht der Bildenden Kunst

Neue Webseite im Netz

Seit Juli ist eine neue Webseite zum Goetheanismus „Goetheanismus aus Sicht der bildenden Kunst“ www.goetheanismus.net online. Träger ist der „Verein zur Förderung anschaulichen Kunstunterrichtes e.V.“.

Im Vergleich zu anderen Publikationen steht hier weniger ein Versuch des Nachweises wissenschaftlicher Berechtigung der goetheanistischen Betrachtungsweise, als die Vermittlung eines Zuganges über das ästhetische Erleben im Vordergrund.

Künstlerisch gestaltete Schautafeln zum Goetheanismus (insgesamt 60 Tafeln), die inhaltlich aufeinander aufbauen, sind ansprechend präsentiert. An diese Tafeln sind kurze Begleittexte angehängt, die den Themenbereich tiefergehender beleuchten. Zusätzlich wird auch auf einschlägige Literatur hingewiesen.  

Erstmals wird versucht, die Phänomene, die sich bei der goetheanistischen Betrachtung zeigen, von der Seite der künstlerischen Umsetzung zu präsentieren. Damit wird eine Möglichkeit seelischen Erlebens von einer anderen Warte eröffnet. Besonders im Bereich der Farbbetrachtungen werden Methoden vorgestellt, wie solche Erlebnisse vertieft, differenziert und verifiziert werden können.

Dem unvoreingenommenen Besucher steht so voraussetzungslos bildhaftes, aussagekräftiges Anschauungsmaterial zur Verfügung.

Der Bereich „Bildeprinzipien“ wiest auf unorthodoxe Weise darauf hin, wie Geistiges und Seelisches formgebend wird. Diese künstlerische Präsentation goetheanistischer Zusammenhänge, kann für manchen Besucher einladender wirken als eine nüchterne, rein gedankliche Abhandlung. Letztlich gründet unsere zunehmend auf das Visuelle ausgerichtete Kultur, auf einer unausgesprochenen Sehnsucht nach Imaginationen.

Alles in allem erwartet den Besucher eine in jeder Hinsicht gut gestaltete Webseite die Freude macht.

Ausstellung

Die Vorbereitung von Schautafelausstellungen für Schulen oder Kunstvereine sind angelaufen. Ab Dezember sollen können kleinere Formate auf A2 ausgedruckt und in schlichten Allurahmen präsentiert werden. Da die Präsentation für ein anderes Format als auf der Webseite ausgelegt ist, sind Layout und Texte zwar ähnlich aber nicht identisch.

Für einen Katalog, der erläuternd bei den Ausstellungen ausliegen soll, werden noch Sponsoren gesucht.

Nadine Aeberhard

Kontakt zur Ausstellung: Axel Schliwa a.schliwa@web.de 

Axel Schliwa ist Kunstkorrespondent bei anthromedia.net, tätig als Kunstpädagoge, Autor und Künstler. Aktuelle Rezension von Herrn Schliwa: Faszination Komposition - Das Buch.