Wittener Studenten machen Möbel mobil

Mit einem mobilen Bett aus Wellpappe hat das Startup „Room in a box“, das im vergangenen Jahr von den beiden Studenten der Uni Witten/Herdecke Gerald Dissen und Lionel Palm gegründet wurde, Jury und Publikum des DMY International Design Festivals 2014 in Berlin in Staunen versetzt. Das dort präsentierte mobile Möbelstück lässt sich auf- und zuschieben wie eine Ziehharmonika, wird komplett zusammengebaut per Post verschickt, sucht im Punkt Nachhaltigkeit seinesgleichen und passt ins Budget jedes Studierenden. Dabei besteht es zu 85 Prozent aus recycelten Rohstoffen und fließt zu 100 Prozent zurück in den Wertstoffkreislauf. Der CO2-Fußabdruck des Möbelstücks ist bis zu 75 Prozent geringer als bei vergleichbaren Produkten. Produziert wird ausschließlich mit heimischen Rohstoffen in Deutschland. „Mit dieser Komposition an Produkteigenschaften haben wir eine echte Innovation geschaffen“, schwärmt Gerald Dissen, der die Idee zum neuen Möbelkonzept entwickelte, und ergänzt: „Das Bett ist nur der Anfang einer großen Möbelkollektion aus Wellpappe, die künftig in den Haushalten Einzug finden soll.“

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Room in a box - ein Bett aus Wellpappe.

 

Seit einem Jahr arbeiten die insgesamt vier Jungunternehmer des Startups an einem neuartigen Möbelkonzept. Ihre Designs orientieren sich konsequent an den Lebensumständen der Generation Y zwischen Karriere und Kreativität, Alltag und Abenteuer - und das nicht nur beim Preis. „Neben dem Aspekt der Mobilität wollen wir auch bei der Nachhaltigkeit und Produkttransparenz neue Maßstäbe setzen“, erklärt Lionel Palm. Den Produktionsstart finanzierten die Studenten über eine Crowdfunding-Kampagne bei Start Next, die bis zum 30. Juni lief. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann im Rahmen der Kampagne unter „www.startnext.de/das-bett“ günstig ein Bett erwerben.

Universität Witten Herdecke

Foto: © Universität Witten Herdecke