Blumen statt Fukushima

Die Idee von einem sozial-ökologischen Bankenwesen keimte schon länger in den Gründern der GLS Bank rund um Wilhelm Ernst Barkhoff.

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GLS Bank startete Zukunftsprojekte mit vielen Unterstützern in Frankfurt/Main.

Vor genau 40 Jahren, am 11. März 1974, beschlossen die Bochumer, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Aus dem Keim der Idee war die kleine Pflanze GLS Bank geworden die erste sozial-ökologische Bank der Welt, die seither kontinuierlich weiter aufblüht. Um das zu feiern, startete die GLS Bank an ihrem Geburtstag eine Begrünungsaktion.

Ihren Standort in Frankfurt bekam die GLS Bank durch die Integration der Ökobank 2003. Zusätzlich zu den vielen Aktionen rund um das 40-jährigen Bestehen der GLS Bank wird es für die Frankfurter Filiale ein spannendes Jahr, denn der Umzug in die neuen Räumlichkeiten der Mainzer Landstraße 47 direkt gegenüber der jetzigen Filiale ist in Vorbereitung und für Anfang 2015 geplant.

Der 11. März war aber erst einmal Anlass für alle Standorte der GLS Bank, mit der Hilfe ihrer Kundinnen und Kunden am 11. März viele kleine „Zukunftsprojekte“ zu starten. Denn dieses Datum ist nicht nur Gründungstag der GLS Bank: Hier jährt sich auch zum dritten Mal der Beginn der Unfallserie um Fukushima. Den düsteren Bildern und Erinnerungen sollen positive Zukunftsvisionen entgegengesetzt werden, ganz nach dem Ausspruch Wilhelm Ernst Barkhoffs: „Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch Bilder einer Zukunft, die wir wollen.“

Deshalb schwärmten Studierende von der GLS Bank Filiale in die Stadt aus und verteilten unter anderem an der Berger Straße in Bornheim, der Leipziger Straße in Bockenheim und dem Schweizer Platz in Sachenhausen Tütchen mit Wildblumensamen an Passanten genauso wie Kundinnen und Kunden verteilen. Parallel können sich alle Interessierten die Samen selbst in der Filiale abholen.

Die Idee hinter der Aktion: Jeder kann sich beteiligen und seinen eigenen kleinen Beitrag zur Begrünung der Stadt leisten. Über die sozialen Medien, Twitter, Facebook und Co, können sich die Hobbygärtner über ihre ganz persönlichen Zukunftsprojekte austauschen und spätestens im Sommer ihre Blumenbilder schicken.

Christof Lützel

Foto: © CC BY-NC-ND