Auf dem Weg zur Inklusion

Am 5. April 2014 veranstaltete die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Hessen einen Thementag unter dem Titel „Auf dem Weg zur Inklusion“.

Über 90 Teilnehmer aus Hessen und dem ganzen Bundesgebiet kamen zu diesem Thementag.

Zum ersten Mal wurde im Rahmen eines Thementages Inklusion und Waldorfpädagogik in Hessen, mit Praktikern aus Landes- und Bundesebene ein produktiver Dialog durchgeführt.

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Auditorium des Thementages „Auf dem Weg zur Inklusion“.

Mit einleitenden Grußworten von Herrn Dr. Bernd Heidenreich Stadtrat des Magistrats der Stadt Frankfurt und Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und Klaus-Peter Freitag Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschule wurde die Veranstaltung eröffnet.

„Inklusion Anspruch und mögliche Wirklichkeit auch an Waldorfschulen“ war das Thema über das Frau Dr. Irmtraud Schnell von der Goethe-Universität Frankfurt am Main sprach. Der analytische Blick mit dem Sie die Kompetenzen und die Qualität der Waldorfpädagogik in den Kontext der Aufgabe Inklusion stellte, führte zu einer regen Diskussion im Anschluss an Ihren Vortrag.

Der Vortrag von Frau Dr. Elisabeth Plate von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschäftigte sich mit dem Thema „Der Index für Inklusion oder die Frage: Wie wollen wir zusammen leben?“ Sie selbst hat fünf Jahre mit den Entwicklern und Autoren des „Index of Inclusion“ Tony Booth und Mel Ainscow beide Mannchester/England gearbeitet. Noch in diesem Jahr soll die bereits 2011 neu überarbeitete Fassung des Index für Inklusion übersetzt, adaptiert und veröffentlicht werden.

In einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion mit Frau Prof. Dr. Marion Baldus (Hochschule Mannheim) und Frau Birgit Beckers (Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen) beide Moderation, wurden aktuelle und zukünftige Entwicklungen für eine inklusive Beschulung diskutiert. Neben der Montessori Schule Hofheim und der Sophie-Scholl Schule Gießen, gelang es den Referentinnen der WaldorfInklusionBeratung Frau Bauer und Frau Hampf, erstmalig alle Inklusiv arbeitenden Waldorfschulen mit Vertretern auf das Podium holen.

Der Thementag war am Vormittag künstlerisch in ein Schattenspiel das gemeinsam von Albrecht Strohschein Schule Oberursel und Freien Waldorfschule Vordertaunus erarbeitet wurde, eingebettet. Der Nachmittag wurde mit einer Vernissage der in Frankfurt lebenden Künstlerin Eva Stefanski umrahmt.

„Das Format, die zahlreichen Besucher, die regen Diskussionen bestätigten das Konzept der Veranstaltung in der wir mit Experten von Universitäten und Schulen, die mit uns auf aktuelle Entwicklungstendenzen und gemeinsame Handlungsperspektiven im Bereich inklusiver Bildung im Bildungsland Hessen geschaut haben“, so Dr. Steffen Borzner Geschäftsführer der LAG in Hessen.

Dr. Steffen Borzner

Foto: © LAG Hessen/Bund der Freien Waldorfschulen