demeter.tifGeld fruchtbar machen

Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der GLS Treuhand will Geld fruchtbar machen. Mit dem Saatgutfonds wird die langwierige, arbeitsreiche und kostenintensive Entwicklung ökologischer - vor allem biodynamischer Getreide- und Gemüsesorten unterstützt. Dahinter steht die feste Überzeugung: Saatgut ist Kulturgut.

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Es ist die Grundlage für unsere Ernährung, für Landwirtschaft und Gartenbau. Damit es nicht immer mehr zum Wirtschaftsgut, zum Rohstoff der Biotechnologie und Börsen wird, müssen gerade die Pioniere und ihre Nachfolger bei Demeter in der Züchtungsforschung gefördert werden. Globale Konzentrationsprozesse führen dazu, dass eine Handvoll Konzerne mit Hilfe von Patenten, Gentechnik und Hybriden also im Prinzip unfruchtbaren Sorten - den weltweiten Saatgutmarkt dominiert. Über 70 Prozent des kommerziellen Saatgutmarktes weltweit werden inzwischen von nur zehn großen Agrarkonzernen beherrscht. Dort geht es nicht um Nahrungsqualität von Getreide- und Gemüsesorten, sondern vorrangig um höchsten Ertrag. Auch der Ökolandbau ist immer noch von konventionellen Sorten abhängig. Längst hat sich gezeigt, dass die Qualität von Nahrungspflanzen auch von den Züchtungsmethoden beeinflusst wird. Gerade für die biodynamischen Züchterinnen und Züchter ist das der Maßstab ihres Handelns. Nicht zuletzt deshalb sind ihre im Einklang mit der Natur entwickelten Sorten besonders bekömmlich und schmackhaft ganz im Sinne einer wahren Kulturleistung.

Gemeinsam Ernährungsqualität sichern

„Patente und Gentechnik widersprechen dem ganzheitlichen Ansatz des Ökolandbaus. Vielfalt, Geschmack, Ernährungsqualität und Fruchtbarkeit sind dagegen die wesentlichen Ziele einer zukunftsorientierten Züchtung“, betont Oliver Willing von der ZS-L. Daher fördert der Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft mit über 4000 SpenderInnen den Aufbau einer ökologischen Züchtungsforschung und hofft auf weitere Mitstreiter, denn Züchtung ist langwierig und teuer. Die Entwicklung einer Getreidesorte kostet zum Beispiel etwa 600.000 Euro und dauert zehn bis 12 Jahre.

Die SpenderInnen wollen ein Zeichen gegen Gentechnik setzen: „Wir überlassen den Kindergarten also die Zuchtgärten unserer Kulturpflanzen nicht den Agromultis. Wir wollen Bio von Anfang an und optimal an die Bedingungen des ökologischen Landbaus angepasste Sorten, die der menschlichen Ernährung und Entwicklung dienen.“ Züchter Karl-Josef Müller treibt die Frage um, wie eine Pflanzenzüchtung für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Menschen, ob nun Landwirte, Verarbeiter oder Konsumenten, finanziert werden kann.“ Da muss die Mitverantwortung, etwas beizutragen, mit der Freiheit, die Zukunft individuell zu bestimmen, vereinigt werden“, fordert er eine Allianz für nachbaufähiges Saatgut. Seine Getreidezüchtungsforschung in Darzau profitiert vom Saatgutfonds genau so wie die Getreidezüchtung Peter Kunz, die Getreidezüchtungsforschung Dottenfelderhof in Bad Vilbel und das Keyserlingk-Institut.

Kasten Saatgutfonds: Informieren und unterstützen

Durch eine Spende an den Saatgutfonds tragen Sie zu einer ökologischen Weiterentwicklung des Kulturgutes Saatgut bei. Natürlich ohne Gentechnik und Patente.

Spendenkonto:

Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Kontonr. 30 005 412, BLZ 430 609 67, GLS Bank

Zweimal jährlich erscheint der Infobrief des Saatgutfonds, der über die Arbeit der ökologischen Züchtungsinitiativen und Themen rund ums Saatgut berichtet. Den Infobrief und ein ausführliches Exposé zur ökologischen Züchtungsforschung gibt es kostenlos bei Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Christstraße 9, 44789 Bochum, Tel.-Nr. 0234-5797-172, E-Mail: bochum@zs-l.de, www.saatgutfonds.de.

Erschienen in: Demeter Journal, Frühjahr 2012