Aus der Arbeit der GLS Zukunftasstiftung Entwicklung

Ladakh: Eine Küche für die Nonnenschule

Studienplätze für Novizinnen

Um Nonnen in der ladakhischen buddhistischen Tradition zu stärken, soll eine Klosterschule ausgebaut werden.

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Schülerinnen der Nonnenschule.

Das „Land des Himmels“ liegt im indischen Staat Kaschmir etwa 3900 Meter hoch auf einem Plateau zwischen Himalaya und Karakorumgebirge. In dieser kargen, baumlosen Landschaft siedeln überwiegend Buddhisten, die die ladakhische Ausrichtung des Buddhismus leben. Schon vor mehr als 500 Jahren haben sich in dieser Richtung auch Frauen in den Lehren des Dharma ausgebildet.

Vor allem unter den Nomaden war es früher üblich, dass ein Mädchen der Familie zur buddhistischen Nonne bestimmt wurde. Da es nur wenige Klöster für Frauen gab, lebten die Nonnen häufig bei ihren Familien und dienten als Haushaltshilfen und Landarbeiterinnen. Mitte der 90er-Jahre gab es nur noch rund 300 Nonnen in Ladakh. Die meisten waren alt, Analphabetinnen und ihr Leben lang an ihre Familien gebunden, ohne darüber hinaus in der ladakhischen Gesellschaft wirken zu können.

Um die Lebensbedingungen dieser Nonnen zu verbessern und ihnen wieder Ansehen und Respekt zu verschaffen, gründete unser Kooperationspartner BikkhuSanghasena, ein buddhistischer Mönch und Gründer des Mahabodhi Meditation Center, das Mahabodhi-Frauenkloster.

Hier absolvieren derzeit 17 junge Novizinnen eine ganz normale weltliche Schulausbildung und studieren parallel buddhistische Philosophie, Geschichte, die Sprachen Ladakhi, Englisch und Pali sowie Samatha- und Vipassana-Meditation. Zu einem späteren Zeitpunkt können sich die Novizinnen endgültig für ein Leben als Nonne oder dafür, ihre Ausbildung an anderer Stelle einzusetzen, entscheiden. Fünf der derzeitigen Studentinnen kommen aus extrem armen Familien, die ihre Töchter ohne die Förderung des Mahabodhi Zentrums nie hätten zur Schule schicken können. Das jetzige Klostergebäude umfasst vier Schlafräume, ein Studien- und Meditationszimmer, einen Sanitärraum mit fünf Duschen und Toiletten, einen Abstellraum, ein Gästezimmer und einen kleinen Raum, der als Küche und Essraum genutzt wird.

Nun soll das Kloster für 50 Novizinnen ausgebaut werden. Im ersten Schritt ist ein Anbau für Küche und Essraum geplant. Danach sollen die jetzige Küche und der jetzige Essraum zu einem Studienraum umgewidmet werden. Für den Bau werden 24.951 Euro benötigt. Pro Novizin ist dies eine einmalige Spende von 499 Euro.

Dr. Annette Massmann

Spendenzweck

Ladakh: Nonnenschule

Zukunftsstiftung Entwicklung

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Weitere Informationen auf Anfrage per E-Mail: entwicklung@gls-treuhand.de

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