Sommercamp in der Lebensgemeinschaft Istok in Russland

Die Arbeits- und Lebensgemeinschaft Istok hat seit ihrer Gründung 2000 viel Pionierarbeit geleistet, noch heute werden erwachsene Menschen mit Behinderung in Russland meist von ihrem Müttern betreut, und es mangelt an heilpädagogischen Einrichtungen. Nach einem tragischen Brand am 25. Dezember 2012, bei dem in Istok zwei Menschen ums Leben kamen, ist es jetzt dringend notwendig, das Gelände zu erneuern und zu erweitern.

Derzeit leben hier 13 Menschen mit Behinderung. Aus der nahegelegenen Talismanschule kommen ältere Schüler an drei Tagen der Woche und beteiligen sich an der Arbeit in den Werkstätten und in der Landwirtschaft. Auch hilfesuchende Eltern von Kindern mit Behinderung kommen aus weiten Teilen Sibiriens, um in Istok Ratschläge und Anregungen zu erhalten.

Bericht einer Studentin über die Renovierungen beim Sommercamp 2013:

„Im Sommer 2013 haben sich viele ehrenamtliche Helfer in Istok zusammengefunden. Die Freiwilligen waren Studenten und Helfer aus Russland, Deutschland und der Schweiz. In kurzer Zeit haben wir das Dach und die Wände des Werkstattgebäudes isoliert, in dem die Dorfbewohner arbeiten. Wir haben eine neue Terrasse am Haus der Freiwilligen gebaut, damit es künftig mehr Platz zum Kochen, Essen und für Freizeitaktivitäten gibt.

Natürlich gelang uns die Arbeit nicht immer leicht und schnell, aber die warme Atmosphäre half uns dabei motiviert weiterzumachen. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern haben wir eine schöne Zeit verbracht, in der wir gesungen und getanzt, draußen gespielt und gemeinsam Tee getrunken haben. Die Zeit verging schnell und wir Helfer im Lager konnten unsere Arbeit erfolgreich beenden. Jetzt warten wir schon ungeduldig auf die nächste Gelegenheit, gemeinsam neue Projekte für Istok auszuführen.“

Olga, Studentin aus Irkutsk

Erschienen in: Rundbrief der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, Herbst 2013