Imperium der Götter

Isis Mithras Christus: Kulte und Religionen im Römischen Reich

Welche Bedeutung besaß Religion im römischen Weltreich? Waren die Götter die eigentlichen Herrscher des Imperiums? Die Römer hielten sich selbst für die „religiösesten aller Sterblichen“ und eine Vielzahl göttlicher Wesen bevölkerte ihr Pantheon. Auch fremde Gottheiten, deren Ursprung man im Osten lokalisierte, etwa der ‚stiertötende‘ Mithras aus Persien oder die ägyptische Isis, eroberten sich ihren Platz an der Seite alteingesessener Götter wie Jupiter, Minerva und Merkur. Mit dem Christentum stieg schließlich eine Religion östlicher Herkunft zur alleinigen Staatsreligion Roms auf.

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In der Castra Peregrinorum/unter Santo Stefano Rotondo, Rom, Ende 3. Jh. Das marmorne Relief mit gut erhaltenen Farbund Vergoldungsspuren zeigt den Gott Mithras bei seiner zentralen Tat, der Stiertötung.

Aktuelle Forschungen eröffnen neue Perspektiven auf die überwältigende Vielfalt der religiösen Entwicklungen und Verhältnisse und betonen deren Bedeutung für die Menschen der römischen Antike. Daher setzt das Badische Landesmuseum seine Reihe großer Präsentationen zur Kultur des Imperium Romanum mit einer Ausstellung zu den sog. orientalischen Göttern, Kulten und Religionen fort.

Welchen Stellenwert diese in Staat und Gesellschaft ebenso wie im Alltag der Römer einnahmen, illustrieren spektakuläre Exponate aus renommierten europäischen Museen: Götterbildnisse, Kult- und Weihereliefs sowie Inventare aus Heiligtümern mit Opfer- und Votivgaben, Kultgeschirr und liturgischen Gerätschaften. Maßstabsgetreue Modelle und Inszenierungen antiker Sakralarchitektur mit exakten Kopien von Wandmalereien vervollständigen das faszinierende Porträt religiösen Lebens im römischen Weltreich.

Badisches Landesmuseum

16.11.2013 18.5.2014,

Imperium der Götter: Isis Mithras Christus. Große archäologische Sonderausstellung im Schloss Karlsruhe.

 

Foto: © Rom, Museo Nazionale Romano - Terme di Diocleziano