Stipendienportal myStipendium.de wird ausgezeichnet

Der Stifterverband verlieh am 19. September die Hochschulperle des Jahres 2012 an die Gründer der Stipendiensuchmaschine myStipendium.de.

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Dr. Mira Maier

Im Rahmen der Sitzung des Landeskuratoriums Hamburg/Schleswig-Holstein wurden Dr. Mira Maier von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und ihr Mitgründer Alexander Gassner für ihre Stipendiensuchmaschine myStipendium.de durch den Stifterverband ausgezeichnet.

In einem Online-Voting zwischen den zwölf Hochschulperlen der einzelnen Monate ging das Projekt als Jahressieger mit 5.846 von insgesamt 15.120 abgegebenen Stimmen hervor. Die Hochschulperle wird durch den Stifterverband an innovative und beispielhafte Hochschulprojekte vergeben. Von dem Preisgeld von 3.000 Euro wurden „300 weitere Stipendien bei uns erfasst und damit jährlich zusätzliche sieben Millionen Euro an Fördergeldern zugänglich gemacht“, sagt die Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Portals, Dr. Mira Maier von der UW/H.

Die Besonderheit des Portals myStipendium.de liegt in der Tatsache, dass erstmals allen Schülern, Studierenden und Promovierenden ermöglicht wird, mit nur wenigen Klicks die Stipendien zu finden, die auf den individuellen Lebenslauf passen. Aktuell umfasst die Plattform 1.548 Stipendien und macht damit jährlich etwa 151 Millionen Euro an Fördergeldern zugänglich.

„In Deutschland meinen immer noch die meisten, Stipendien seien nur für Hochbegabte, die zugleich wahnsinnig engagiert und sehr bedürftig sind“, sagt Maier. So werden bestehende Fördermöglichkeiten nur unzureichend ausgeschöpft. Schätzungen besagen sogar, dass jede fünfte Stiftung ihre Gelder nicht vergeben kann, da keine passenden Stipendiaten gefunden werden. Weil es viele Nischenstipendien gibt, die die wenigsten kennen, bewerben sich über 90 Prozent der Studierenden bei weniger als einem Prozent der Stiftungen. Die Initiatoren von myStipendium.de wollen die Stipendienlandschaft transparenter gestalten und insbesondere auf die zahlreichen Stipendien aufmerksam machen, die nicht nach Leistungsmerkmalen vergeben werden.

Universität Witten/Herdecke

Foto: Universität Witten/Herdecke