100 Jahre Anthroposophie in

Bochum - Vidar-Zweig

Der Vidar-Zweig Bochum der Anthroposophischen Gesellschaft besteht seit hundert Jahren. Am 21. Dezember 1913 war Rudolf Steiner in Bochum und hielt zur Einweihung des Zweiges einen Vortrag (Erdenwinter und Sonnen-Geistessieg, GA 150). Viele Menschen kamen zu diesem Anlass aus den umliegenden Zweigen es gab solche in Essen, Hagen, Wuppertal-Elberfeld, Düsseldorf, Bielefeld, Bonn, Köln und sicher auch von weiter her. Johanna Arnold, die Gründerin des Zweiges, war in der Anthroposophischen Gesellschaft bekannt. 1913 war ein Jahr des Aufbruchs. Anfang des Jahres wurde, nach dem Austritt aus der Theosophischen Gesellschaft, die Anthroposophische Gesellschaft gegründet. Im September fand die Grundsteinlegung für das erste Goetheanum statt. Zweiggründungen gab es in Augsburg und Erfurt und am Ende des Jahres in Bochum.

In Bochum wurde in den vergangenen hundert Jahren von einzelnen Menschen, vor allem aber in der wachsenden Gruppe des Zweiges intensiv geisteswissenschaftlich gearbeitet. Und aus dieser Arbeit gingen seit den fünfziger und besonders in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts viele Initiativen hervor. Bedeutende Einrichtungen entstanden, die weit über Bochum und das Ruhrgebiet hinaus ihre Wirksamkeit entfalteten und auch heute noch entfalten, so die Rudolf-Steiner-Schule Bochum, das Institut für Waldorfpädagogik in Witten und die GLS Bank. Bochum ist durch die Anthroposophie ein fruchtbarer Ort geworden.

Die aktiven Mitglieder des Zweiges in Bochumhaben ein Konzept entwickelt, wie sie das Jubiläum begehen wollen, und das fällt etwas aus dem üblichen Rahmen. In diesen hundert Jahren seit der Gründung des Zweiges ist von Menschen viel geleistet worden.Das soll gewürdigt werden, und zwar wird das in einer Festschrift geschehen. Gleichwohl ist es kein Anlass, die Vergangenheit zu feiern, wohl aber die Zukunft neu in den Blick zu nehmen. Daraus entstanden die folgenden Initiativen.

Wir haben einzelne Persönlichkeiten aus den anthroposophischen Einrichtungen in Bochum zu einem Gespräch eingeladen und sie gefragt, ob sie das Jubiläum nicht zum Anlass nehmen wollten, sich in ihrer Einrichtung mit der Frage zu beschäftigen, welche Rolle die Anthroposophie in und für die Einrichtung spielt, und das dann auch für Ihre Mitarbeiter oder Eltern bekannt machen. Die meisten Einrichtungen haben diese Anregung aufgegriffen. Sie wollen das auf ganz verschiedene Weise umsetzen: durch Veranstaltungen über Anthroposophie für die Führungskräfte, durch einen kleinen Vortrag beim Adventskonzert,durch Aufsätze in der eigenen Kindergartenzeitung und eine Ansprache bei der Grundsteinlegung des Erweiterungsbaus,durch Ausführungen anlässlich eines Elternabendsüber ein wichtiges pädagogisches Thema.

Wolfgang-M. Auer

Sa. 28. September, 18 Uhr, „Wie kann man Anthroposophie und Beruf heute verbinden?“ Podiumsdiskussion und Gespräch zum Thema. Ort: Kulturhaus Oskar, Saal, Bochum.

Sa. 5. Oktober, 20 Uhr, Eurythmie-Aufführung der Jungen Bühne Witten-Annen. Ort: Rudolf-Steiner-Schule, Festsaal, Bochum.

Sa. 12. Oktober, 20 Uhr, „Wohin soll sich die Anthroposophische Gesellschaft entwickeln?“ Podiumsdiskussion und Gespräch zum Thema . Ort: Kulturhaus Oskar, Saal, Bochum.