Energiesparlampen warum sie dem Menschen schaden

In den letzten Jahren hat sich die Art der Beleuchtung in den Haushalten und Büros verändert: Angeblich, um Energie zu sparen, wurde vom Gesetzgeber nach und nach der Verkauf der Glühbirne verboten und der sogenannter Energiespar- und LED-Lampen forciert und erzwungen. Man muss sich fragen, ob es egal ist, wie und wodurch unser Umraum durch technische Mittel erhellt wird? Ist Licht gleich Licht oder gibt es qualitative Unterschiede der Leuchtmittel?

Was eigentlich ist Licht?

Geht man der Herkunft des Lichtes nach, stellt man fest: Das Licht, das den Tag zum Tag macht und unsere Erde erhellt, kommt ausschließlich von der Sonne. Dieses Sonnenlicht birgt eine Qualität in sich, die alles zum Leben erweckt, die Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglicht. Wissenschaftlich besteht kein Zweifel daran, dass ohne Sonnenlicht und Wasser die Erde ein kalter, lebloser und erstarrter Planet wäre.

Wegen dieser Leben spendenden Eigenschaften wurde und wird die Sonne in allen Kulturen und Religionen verehrt. Auch die Jahresfeste im Christentum stehen in engem Zusammenhang mit dem Sonnenlicht.

Licht und menschliches Selbstbewusstsein sind eng miteinander verbunden, denn LICHT und ICH sind eines gemeinsamen Ursprunges. Dadurch ist nachvollziehbar, dass „Licht“, wenn es auf der Höhe der Menschheitsentwicklung das Denken erhellt, im Bewusstsein das „ICH BIN“ hervorbringt.

Darüber hinaus sind überall im Menschen Lichtprozesse anwesend, die ihn bilden, formen und gestalten. Auch durch die Nahrung „isst“ der Mensch Licht in verwandelter Form, was an dieser Stelle nicht näher ausgeführt werden kann.

Und weil das Licht im unvoreingenommenen Sinne für uns von der Sonne kommt, kann man auch sagen: „Der Mensch ist ein Sonnenwesen.“

Der Mensch als „Lichtsäule“

Die verschiedenen Farben des Sonnenlichtes sind am Prisma bzw. am Regenbogen zu erleben. Hier erscheinen sie in der Reihenfolge vom Blau über Grün und Gelb zum Rot.

Wellenlängen von 100 380 nm (Nanometer) begrenzen den Raum des unsichtbaren Blaulichtes, des sogenannten ultravioletten Lichtes. Bei Wellenlängen, die kleiner als 100 nm sind, beginnt der Bereich der sog. Röntgenstrahlungen. Wellenlängen, die von 780 nm bis 1 mm reichen, begrenzen den Raum des unsichtbaren Rotlichtes, auch Infrarotlicht genannt. Dieses strahlt eine wärmende Qualität aus. Wellenlängen oberhalb des Infrarotlichtes münden in den Bereich der Mikrowellen (Radar, Mobilfunk), darauf folgen die Radiowellen und schließlich die Wechselströme.

Diese beiden Grenzbereiche des Lichtes sind in ihrer biologischen Wirksamkeit durchaus von Bedeutung und auch an den Wachstumseigenschaften von Pflanzen sehr gut zu beobachten. In den höheren Berglagen mit ihrem deutlich höheren UV-Anteil, vor dem sich der Mensch durch Sonnenbrille und Bekleidung schützt, gedeihen kleine Pflanzen mit sehr differenzierter Blattbildung und beeindruckender Farbigkeit und Größe der Blüte. Im Tiefland mit einem stärkeren Infrarotanteil des Lichtes erleben wir die Pflanzen üppiger, strotzender.

Überträgt man die skizzierten Dynamiken auf den Menschen, so zeigt sich die Wirksamkeit zweier polarer Aspekte:

Der Kopfpol entspricht mit seinen kühlen Formkräften dem Blau. „Für meine Zukunft sehe ich blau!“ So wurde im Fernsehen für die Riester-Rente geworben: Blau steht für den Menschen, der mit kühlem Verstand und scharfer Logik sein Leben plant.

Der Bauchpol, wo unsere wärmende Stoffwechseltätigkeit stattfindet, ist dem Rot zuzuordnen. Hier sind unser Wille und der Trieb zu Hause. Nicht umsonst wird diese Region des Menschen mit der entsprechenden Farbe im Rotlichtmilieu angesprochen.

Das Rhythmische System ist der mittlere Raum des Menschen, an dem die Polaritäten sich abwechselnd begegnen und im gestalteten Rhythmus das Leben tragen. Es sind die belebenden Farben der „Mitte“, das Grün und das Gelb.

Auch in den esoterischen Traditionen findet man bei der Darstellung der sieben Chakren, der Energiezentren des Menschen, dieselbe Reihenfolge der Farben: Blau am Kopf, Grün am Herzen, Gelb am Solar Plexus, Orange und Rot im Bauch.

Mit Berechtigung darf formuliert werden: Der Mensch ist eine aufgerichtete Lichtsäule, er ist Licht!

Auch biochemisch besteht der Mensch aus Substanzen, die mit dem Licht eng verbunden sind: z. B. Phosphor, Schwefel, Eisen, Magnesium und komplexe organische Moleküle wie die Fette.

Das Licht wirkt bis in unsere Knochenbildung, indem der Körper aus Umwandlung des Ausgangsstoffes Cholecalciferol u.a. durch die UV-Bestrahlung der Haut durch die Sonne das körpereigene D-Hormon (=Vitamin D) herstellt, welches für den festigenden, strahlig-geraden Knochenaufbau notwendig ist. Bei Mangel an D-Hormon kommt es zur Rachitis, bei der die Knochen unförmig und wulstig aufgetrieben sind.

Der ganze Mensch ist nach dem Vorbild des Lichtes und für das Licht gebaut und geschaffen.

Mit welchem Licht umgibt sich der Mensch?

Der Naturmensch lebte in früheren Zeiten ausschließlich mit dem Sonnenlicht, später erlernte er den Umgang mit Feuer, Kerzen, Petroleum- und Gaslampen. Durch die technische Errungenschaft, Elektrizität erzeugen zu können und die Erfindung der Glühbirne konnte der „moderne Mensch“ nun seine Innenräume mit Kunstlicht erhellen. Statistisch gesehen verbringt der Mensch heute bis zu 95% seiner Tageszeit in künstlichem Licht!

Gegenwärtig verfügen wir über eine Vielzahl verschiedener Beleuchtungskörper: Glühbirnen, Halogenbirnen, Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen (= Energiesparlampen) und LED-Lampen.

Unterschied in der Herstellung

Wodurch unterscheiden sich die Beleuchtungskörper in der Herstellungsweise? Glüh- und Halogenbirnen bestehen aus Rohstoffen, die in der Umweltbilanz bezüglich Herstellung und Entsorgung weitgehend unbedenklich sind: Eine Blechfassung, in die mit etwas Zement ein Glaskolben mit einem darinnen liegenden Glühfaden eingefügt ist. Während in der Glühbirne im Glaskolben nur ein Schutzgas meist ein Stickstoff-Argon-Gemisch enthalten ist, wird bei der Halogenbirne der kompakt gebaute Kolben aus Quarzglas mit einem Füllgas versehen, dem ein Halogen (meist Brom) zugesetzt ist. Das ermöglicht u.a. eine höhere Temperatur des Glühfadens und damit mehr Helligkeit.

Beide werden mit niedrigem Energieverbrauch produziert und können einfach weggeworfen werden. Ihr Lichtspektrum entspricht dem der Sonne und ist damit dem Auge und der gesamten menschlichen Physiologie zuträglich. Die Glühbirne würde theoretisch für annähernd immer funktionieren, würde sie im Produktionsprozess nicht absichtlich in ihrer Lebensdauer beschränkt werden.

Die „Energiesparlampen“, die auch Kompaktleuchtstofflampen genannt werden, erzeugen das Licht durch ein völlig anderes physikalisches Prinzip als die Glühlampe. Man nutzt die Tatsache aus, dass bei einer hohen Spannung Strom auch durch Gas fließt, das daraufhin zu leuchten beginnt. Im Innern der „Energiesparlampen“ ist also bloß ein durch eine hohe Spannung zum Leuchten angeregtes Gas. Stark fluoreszierende Stoffe, die man auf die Innenseite des Glases aufträgt, erhöhen die Lichtabstrahlung beträchtlich.

Die „Energiesparlampe“ zeichnet sich auf der ganzen Linie durch „Giftigkeit“ aus. All ihre Bauteile sind von der Herstellung bis hin zu ihrer Entsorgung toxisch und verbrauchen dabei viele Ressourcen und Energie. Werden sie als Sondermüll entsorgt, setzt sich diese „Negativbilanz“ weiter fort. Sie enthalten u. a. Epoxidharze, die giftige Dämpfe freisetzen, Elektronikbauteile und Quecksilber in nicht unbedenklichen Mengen. Sollte eine Energiesparlampe einmal herunterfallen und die Glasröhre zerstört sein, ist die Wohnungsluft danach möglicherweise mit Quecksilbergas in gesundheitlich relevanter Menge belastet. Zurzeit werden „Energiesparlampen“ häufig mit dem Hausmüll entsorgt, was der Umwelt erheblichen Schaden zufügt, weil Quecksilber unkontrolliert in das Grundwasser oder die Atmosphäre gelangt.

Der TÜV empfiehlt 2 Meter Mindestabstand von der Lichtquelle, weil die „Energiesparlampe“ einen für die Gesundheit unzuträglichen Elektrosmog erzeugt. Dieser wird verursacht durch das elektronische Steuergerät, welches eine hochfrequente Spannung aufbaut, damit das Gas in der Röhre „zündet“

Die Argumente, die „Energiesparlampen“ sparten Strom und verbreiteten ein der Glühbirne ähnliches Tageslichtspektrum, sind falsch. Ihr Lichtspektrum entspricht nicht dem der Sonne und ist für den Menschen sogar schädlich.

Dass die „Energiesparlampe“ mit Gesetzesgewalt den Menschen aufgezwungen wurde, wirft ein „schräges Licht“ auf unsere Demokratie.

Wenn man sich zudem bewusst macht, dass weniger als 5 Prozent des erzeugten Stromes in den Haushalten zur Lichterzeugung benötigt werden, erahnt man, wie wenig Strom wirklich gespart wird.

Die Qualität des Lichtes

Aus den Darstellungen wird ersichtlich, dass Sonnenlicht dem „Goldstandard“ entspricht. Nach ihm muss sich eine künstliche Beleuchtungsquelle richten, soll sie ein menschengemäßer Lichtspender sein.

Diesen Vergleich brauchen die Glüh- und Halogenbirnen nicht zu scheuen! Es entsteht bei beiden ein kontinuierliches, gleichmäßiges Farbenspektrum, das dem der Sonne sehr nahe kommt. Mit den Ausnahmen, dass kein UV-Licht und nur ein abgeschwächter Blauanteil, dagegen aber ein volles Rotspektrum mit starken Infrarotanteilen ausgesendet wird.

Genau diese Verschiebungen erweisen sich als sehr günstig für die menschliche Physiologie. Das „Vollspektrum“ der Glühfadenlampe erreicht als einziges unter den Beleuchtungsmitteln einen Farbwert von 100%, d.h. die Farbwiedergabe ist bei diesem Licht so wie unter Sonnenlicht.

Das Farbenspektrum der „Energiesparlampen“ ist dagegen nicht kontinuierlich sondern reduziert das Spektrum auf schmale Streifen, von denen meist nur einer im Rot- und Orange-, einer im Grün- und einer im Blaubereich liegt. Der Schwerpunkt der Lichtintensität liegt deutlich im blauen Bereich, was sich als gesundheitsschädlich erweist. Auch wenn in den letzten Jahren die „Energiesparlampen“ in der Weiterentwicklung deutlich optimiert wurden, kann man nicht von einem kontinuierlichen Spektrum sprechen.

Dass Glüh- und Energiesparlampen numerisch dieselben Farbtemperaturen z.B. 2700 Kelvin bei Warmtonlampen aufweisen, entsteht durch einen rechnerischen Trick, indem eine Drei-Punkte Messung durchgeführt wird, deren Werte dann mathematisch gemittelt einer Farbtemperatur zugeordnet werden. Es ist vergleichbar einer statistischen Volksbefragung mit drei ausgewählten Bürgern. Die Angabe der Farbtemperatur bei Energiesparlampen sagt also nichts über deren „biologische“ Qualität aus.

Gesundheitliche Aspekte

Das durch „Energiesparlampen“ (und auch durch LED-Leuchten) erzeugte Licht ist eindeutig gesundheitsschädigend. Was das Auge betrifft, spielen zwei Faktoren eine wesentliche Rolle:

Die Farben selbst haben unterschiedliche biologische Wirksamkeiten.

Das Rot und das Infrarot haben auf die Retinazellen des Auges einen regenerativen, erholsamen Einfluss. Das bedeutet, sie erhalten unser Auge gesund. Das Blau verursacht dagegen durch seine Kurzwelligkeit einen oxidativen Stress an den Sehzellen der Netzhaut, der einen schädigenden Einfluss ausübt. Daher schützt sich das Auge vor dem Blau zum einen dadurch, dass die ultraviolette Strahlung schon an der Hornhaut reflektiert wird und das Blau die Netzhaut kaum erreicht. Für den Fall, dass hohe Blauanteile die Netzhaut erreichen, bildet diese mit den Luteinpigmenten eine „Schutzschicht“. Diese kann die Wirkungen des kurzwelligen Blaulichtes abfangen und so die Sehzellen vor Zerstörung schützen.

Da die Farben unterschiedliche Wellenlängen haben, werden sie an der Augenlinse unterschiedlich „gebrochen“, d.h. sie fallen auf der Retina nicht ganz im selben Punkt zusammen. Das Rot wird bei „Scharfstellung“ des Auges ein klein wenig hinter der Retina gebrochen, das Grün ein ganz klein wenig davor. Das menschliche Auge sieht daher im Rot-Grün-Bereich am schärfsten. Das Blau bleibt bei Scharfeinstellung am weitesten vor der Retina, erreicht diese also nicht oder kaum.

Lesen wir z.B. unter dem Kunstlicht einer Glühlampe, so können wir schon bei schwachem Licht scharf sehen. Das liegt daran, dass das Licht der Glühlampe viel Rot- und Grünanteile hat, die der Netzhaut nahe treten. Blau- und UV-Anteile sind nur gering vertreten. Es wird dem Auge eine zuträgliche „Farbmischung“ herangetragen, d.h. viel „heilendes“ Rot, wenig „schädigendes“ Blau.

Lesen wir nun unter dem Kunstlicht einer Energiesparlampe, so können wir bei schwachem Licht die Buchstaben nicht wirklich scharf konturiert sehen. Das liegt an dem hohen Blauanteil der Lichtquelle, der sich vor der Netzhaut abbildet und damit ein unscharfes Bild bewirkt.

Wollen wir dennoch scharf sehen, benötigen wir eine hohe Helligkeit, um über eine veränderte Einstellung von Iris und Linse auch das Blaulicht auf die Netzhaut zu zwingen. Hier aber wirkt es nun schädigend, denn durch den übermäßigen Angriff mit kurzwelligem Licht wird die Luteinschicht überfordert und es kommt zum oxidativen Netzhautstress, der das Auge langfristig schädigt.

Wesentlich erscheinen darüber hinaus die Wirkungen, welche rotes und blaues Licht auf die Hormonbildung in der Epiphyse (Zirbeldrüse) ausüben. Diese Beziehung wird hergestellt über eine Nervenverknüpfung, die die Lichtreize von der Augennetzhaut bis an die Epiphyse bringt. Die Epiphyse ist ein hormonproduzierendes Organ, das u.a. Melatonin und Serotonin synthetisiert und an den Blutkreislauf abgibt. Diese beiden Hormone besitzen entgegengesetzte Wirkungen: Das Melatonin wirkt eher beruhigend, entspannend und schlaffördernd, während das Serotonin entgegengesetzt wachmachend, aktivierend und stressfördernd auf die Körperphysiologie wirkt. Diese Hormone stehen in einer Balance zueinander, die durch die Rezeption der Farben Rot und Blau beeinflusst werden kann. Unter Blaulicht steigt der Serotoninspiegel, das Rotlicht dagegen erhöht den Melatoninspiegel. In der Konsequenz bedeutet dies, dass der hohe Blaulichtanteil der „Energiesparlampen“ (und der LED-Lampen) im Körper hormonellen Dauerstress auslöst, während der hohe Rotlichtanteil der Glüh- und Halogenbirnen beruhigend und entspannend wirkt.

Nimmt man diese Tatsachen ernst, dann stellt sich die Frage nach einem Zusammenhang zwischen der Zunahme von stressbedingten Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlafstörungen, Herzkrankheiten, Erschöpfungssyndromen, Diabetes, ADS und ADHS bei Kindern etc. und der erhöhten Exposition unter Blaulicht durch die neuen Beleuchtungskörper und den vielstündigen Computergebrauch, denn auch die Bildschirme geben Licht mit starkem Blauanteil ab.

Auch die Zunahme von Augenlinsentrübungen (grauer Star) und Makuladegenerationen könnte evtl. mit Dauerstress der entsprechenden Gewebe erklärt werden.

Was tun?

Decken Sie sich mit Glühbirnen ein, es gibt noch Restbestände, z.B. in kleineren Elektrofachgeschäften. Eine gute Alternative sind auch Halogenbirnen, die noch in vollem Umfang erhältlich sind. Empfehlenswert ist es, unter Neon-, Energiesparlampen- und LED-Licht sowie beim Arbeiten am Computerbildschirm wegen besagter hoher Blaulichtanteile eine gelb eingetönte Brille zu tragen, die das Blau herausfiltert.

Dr. med. Jens-H. Karow, Arzt und Heilpraktiker

Literaturhinweis: Dr. med. Wunsch, Alexander, Heidelberg, Glühlampenlicht und Gesundheit, in: Fachzeitschrift LICHT, Technik und Forschung, 11-12/2007

Erschienen in: Point, Frühjahr 2013