Stiftung fördert Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke

Zum Festakt des 30-jährigen Jubiläums macht die Stiftung eine neue Förderungszusage. Die Werner Richard Dr. Carl Dörken Stiftung aus Herdecke fördert das Studium fundamentale Universität Witten/Herdecke über die nächsten fünf Jahre mit weiteren 625.000 Euro. Dr. Jochen Plaßmann aus dem Vorstand der Stiftung betonte dabei, dass die Stiftung zwar keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung der Fakultät nehme, gleichwohl aber doch eine gewisse Leistung erwarte, nämlich die, Kreativität zu fördern. In seiner Rede dankte Dr. Plaßmann ausdrücklich dem im Dezember 2009 verstorbenen ehemaligen Dekan der Fakultät, Prof. Michael Bockemühl, der die Stiftung in vielerlei Hinsicht mit seiner Kreativität und Originalität sehr beeinflusst habe. Bockemühl sei es auch gewesen, der Anfang der 90er Jahre den Kontakt zur Stiftung hergestellt und eine erste Großförderung für die Fakultät erwirkt hatte.

Das Studium fundamentale wurde 1983 mit der Gründung der UW/H als wesentliche Bildungsinnovation ins Leben gerufen. Es versteht sich als das interdisziplinäre Herzstück der UW/H, das gegen professionelle Einäugigkeit schützt und bei der Selbstentwicklung der Persönlichkeit eine zentrale Rolle spielt.

Der Vizepräsident der Universität Witten/Herdecke, Prof. Rudolf Wimmer, sprach unter großem Beifall der anwesenden Gäste in seiner Rede von den zwei Seiten einer Medaille, die unzertrennbar zusammengehörten: das Studium fundamentale auf der einen, und dem Rest der Universität auf der anderen Seite. „Das Studium fundamentale ist ein Element der Persönlichkeitsentwicklung und der Sinnstiftung, das mit der Universität in einer sich wechselseitig befruchtenden Koevolution steht und nicht wegzudenken ist.“

Am 21. April fand um 10 Uhr anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Werner Richard Dr. Carl Dörken Stiftung eine Wissenschaftsmatinee statt, in welcher weitere Förderprojekte der Stiftung vorgestellt wurden, welche das Wirken der Stiftung in Witten und Herdecke dokumentieren. In diesem Rahmen wurde mit verschiedenen Formaten erneut die besondere Bedeutung von Michael Bockemühl sowie sein ästhetischer Ansatz und seine Wirkung sowohl für die Fakultät und für die Universität als auch für die Kunst und die Stiftung herausgestellt. Neben einer anschaulichen, sehenden Erschließung von Kunst war Michael Bockemühl auch der Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft ein wichtiges Anliegen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum präsentierte sich das Stufu am 27. April ebenfalls in der Werner Richard Dr. Carl Dörken Stiftung mit Aktionen. Dabei zeigte die Fakultät ihre Arbeit in Herdecke. Neben einer kleinen Ausstellung führen die Studierenden mit Tanz, Lesungen und Musik die Breite des künstlerischen Spektrums vor, das im Stufu und an der Fakultät durch die Förderung der Stiftung gepflegt werden kann.

Universität Witten Herdecke