Gründung des Fonds Kulturerbe Rudolf Steiner

Die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, die Anthroposophischen Gesellschaften in Deutschland und in der Schweiz und das Goetheanum haben gemeinsam den Fonds Kulturerbe Rudolf Steiner aufgelegt. Ziel des Fonds ist die Grundsicherung des schriftlichen, mündlichen und künstlerischen Werks Rudolf Steiners.

Das Rudolf-Steiner-Jahr 2011 zum Gedenken seines 150. Geburtstages machte sichtbar, wie weitgreifend das Werk Rudolf Steiners auf Interesse stößt über die von ihm impulsierten Lebensgebiete wie Waldorfschule, Anthroposophische Medizin und biologisch-dynamische Landwirtschaft hinaus. Beispielsweise liegen seither zahlreiche neue Biografien vor, und renommierte Museen in Europa zeigen in der Ausstellung „Alchemie des Alltags“ zentrale Aspekte des Werks Rudolf Steiners, zurzeit in Rovereto, Italien.

Große Teile dieses Werks werden einerseits von der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, andererseits von der Dokumentation am Goetheanum gepflegt, für die Forschung zugänglich gemacht und öffentlich in Ausstellungen und Publikationen bereitgestellt. Zu den Archivbeständen gehören Werke und Dokumente, die für die Arbeit der anthroposophischen Berufs- und Arbeitsgebiete unerlässlich sind. Der Aufwand allein zum sachgemäßen Erhalt ist hoch und übersteigt die Möglichkeiten der Nachlassverwaltung und des Goetheanum.

Vor diesem Hintergrund haben die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, das Goetheanum und die Anthroposophischen Gesellschaften in Deutschland und in der Schweiz beschlossen, ab 2013 gemeinsam für die Grundsicherung des Werks Rudolf Steiners in der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung und der Dokumentation am Goetheanum einzustehen als Grundlage für weitere Aufgaben wie Edition, Forschung und Ausstellungen. Jährlich sind allein für diese Grundsicherung rund 750.000 Franken aufzubringen.

Sebastian Jüngel