Stärkung der Bienengesundheit

Die Honigbienen werden seit vielen Jahren durch eine Reihe von Faktoren geschwächt (Engelsdorp und Meixner 2010; Neumann und Norman 2010): Durch die bereits als endemisch zu bezeichnende Varroa-Milbe und in deren Folge verschiedene Viren- und Bakterieninfektionen, durch fett- und daher auch wachslösliche Pestizide, durch eine z.T. verheerende Blütenarmut in unseren  Kulturlandschaften, eine rasante Zunahme von Elektrosmog und nicht zuletzt durch fehlgeleitete imkerliche Betriebsweisen. Es ist offenkundig, dass für die vielen Probleme keine rasche Abhilfe geschaffen werden kann es sind zu viele Interessen tangiert und zu viele verschiedene „Players“ betroffen.

Gleichzeitig lassen Berichte von Bienenwissenschaftlern aufhorchen. Konnten vor 15 Jahren Völker mit einer Belastung von 15‘000 Milben den Winter überleben, sterben sie heute bereits mit  Belastungen von 3‘000 Parasiten (Le Conte, Ellis und Ritter 2010). Ganz ähnlich verhält es sich in der Schweiz mit der Sauerbrut, einer bakteriellen Infektion, die heute als bedrohlich eingestuft werden muss. Wurden bis 1998 lediglich 20 bis 50 Stände mit der Krankheit gemeldet, waren es bis Mitte August 2010 bereits 508 Fälle (Anonymus 2010). Die Gründe für die Ausbreitung sind unklar, zeigt sich doch, dass eine vergleichbare Grundbelastung der Völker nicht immer zum Ausbruch der Krankheit führt (Forsgren et al. 2005). Offenbar hängt die erhöhte Empfindlichkeit gegenüber der Varroa, der Sauerbrut und anderen Krankheiten mit der Gesundheit der Völker und der Abwehrkraft sowohl der Einzelbiene als auch des gesamten Volkes ab (Le Conte, Ellis und Ritter 2010).

Vor diesem Hintergrund startete Dr. Johannes Wirz 2011 ein Projekt, in dem nicht Strategien gegen die vielen Faktoren, welche die Bienenvölker bedrohen, entwickelt wurden, sondern es wurde versucht, mit zwei Präparaten aus der anthroposophischen Medizin die Gesundheit und Vitalität der Völker zu stärken.

Dieses Projekt wurde von Sampo mit einer Großspende in Höhe von 20.000 CHF gefördert.

Johannes Wirz

Quelle: Anthromedia