+FreieHochschuleStuttgart_Logo_blau.psdEurythmiepädagogik

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Start für Stuttgarter Masterstudiengang

 

Mit 18 Studierenden hat der erste Masterstudiengang „Eurythmiepädagogik“ an der Freien Hochschule Stuttgart und dem Eurythmeum Stuttgart begonnen. Neben Absolventen des eurythmischen Grundstudiums nehmen auch erfahrene Eurythmielehrer den Studiengang als Möglichkeit zur pädagogischen Vertiefung wahr. Mit der qualifizierten Ausbildung zukünftiger Eurythmielehrer und der Möglichkeit zum Erwerb international anerkannter Hochschulabschlüsse sind wichtige Schritte getan, die Eurythmie an den Waldorfschulen langfristig zu stärken.

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Die Studenten des Eurythmiepädagogik-Master in Stuttgart.

Wie groß der Bedarf nach einer gründlichen pädagogischen Vertiefung der Eurythmie ist, bezeugt die Zahl der Anmeldungen: Bereits im ersten Durchgang des Stuttgarter Masterstudiengangs „Eurythmiepädagogik“ haben sich 18 Studierende eingeschrieben. Wie die Studiengangsleiter Tania Mierau und Matthias Jeuken berichten, handelt es sich dabei sowohl um junge Eurythmie-Absolventen, die mit der Grundausbildung in Eurythmie bereits über eine pädagogische Basisqualifikation verfügen und die für ihre Tätigkeit an Waldorfschulen darauf aufbauen wollen, als auch um erfahrene Eurythmielehrer aus der Praxis, die eine Vertiefung und Weiterqualifikation anstreben.

Mit der Neugestaltung und Akkreditierung der Studiengänge „Eurythmie mit Pädagogischer Basisqualifikation (Bachelor)“ und „Eurythmiepädagogik (Master)“ wurde die bewährte Kooperation der Freien Hochschule Stuttgart mit dem Eurythmeum Stuttgart fortgeführt. Tania Mierau vom Eurythmeum Stuttgart berichtet: „In der langjährigen, guten Zusammenarbeit haben wir auch bisher gut ausgebildete Eurythmisten und Eurythmielehrer hervorgebracht. In der Neu-Entwicklung der Studiengänge, der eine gründliche Auswertung des bisherigen Ausbildungskonzeptes vorausging, war es uns wichtig, das künstlerische Grundstudium zu entzerren und zu vertiefen und der eurythmisch-künstlerischen Schulung wieder den fachlich angemessenen zeitlichen Rahmen einzuräumen. Gleichzeitig war es uns ein Anliegen, durch Schulpraktika sowie menschenkundliche, pädagogische und eurythmiepädagogische Studienanteile, bereits im Bachelor-Studium eine pädagogische Basisqualifikation anzulegen.“ Matthias Jeuken von der Freien Hochschule ergänzt: „Das Masterstudium ‚Eurythmiepädagogik’ bietet dann, darauf aufbauend, eine fachlich fokussierte Qualifizierung für die spezifischen Anforderungen an den Eurythmiepädagogen an Waldorfschulen an. Das Masterstudium enthält unter anderem Module menschenkundlicher Vertiefung, der Methodik-Didaktik des Eurythmieunterrichtes vom Kindergarten bis zur Oberstufe, sowie künstlerische Projektarbeit und Praxisphasen in den Schulen.“

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Die Leiter der Studiengänge in Stuttgart.

Wie aktuell die Teilnahme auch ausländischer Studierender dokumentiert, wird die akademische Qualifizierung im eurythmiepädagogischen Bereich nicht nur in Deutschland immer wichtiger. Gerade in Ländern, in denen die Waldorfpädagogik noch nicht die Bekanntheit und Anerkennung hat wie in Deutschland, sind akademische Abschlüsse für die Berufstätigkeit an den Schulen oft unerlässlich und stärken und unterstützen die Waldorfbewegung im Ausland.

„Der Masterstudiengang „Eurythmiepädagogik“ steht auch Absolventen anderer anerkannter Eurythmie-Ausbildungen offen, wenn diese sich dem hochschuleigenen Aufnahme- und Prüfungsverfahren unterziehen“, versichert Matthias Jeuken. „Der nächste Studienbeginn ist im September 2013. Anmeldungen sind jederzeit möglich.“

Mit dem Stuttgarter Masterstudiengang „Eurythmiepädagogik“ und der damit qualifizierten Ausbildung zukünftiger Eurythmielehrer ist ein wichtiger Schritt getan, die Eurythmie an Waldorfschulen langfristig zu stärken.

Sabine Eberleh

Fotos: Freie Hochschule Stuttgart