Bewegungstherapie gegen Heuschnupfen

Juckende Augen, laufende Nase, Hautausschlag und Müdigkeit diese Symptome sind Menschen mit Pollenallergie wohlbekannt. Die meisten helfen sich gegen die Beschwerden mit Tabletten und Nasensprays oder führen jahrelange Hyposensibilisierungen beim Allergologen durch. Eine andere Form der Therapie bietet ein Forschungsteam der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn an: Mit Bewegungstherapie kann Allergiebeschwerden aktiv entgegen gewirkt und das Immunsystem der Teilnehmer gestärkt werden. Mitte Februar hat eine neue Therapiephase gestartet, die vom Institut für Eurythmietherapie an der Alanus Hochschule durchgeführt wird.

Die Studie zur Bewegungstherapie bei Pollenallergie läuft seit 2009 an der Alanus Hochschule. Die Auswertungen der Pilotstudie haben gezeigt, dass entsprechende Übungen gegen Heuschnupfen helfen, den lästigen Symptomen entgegen zu wirken. Teilnehmer berichteten von deutlichen Symptomverbesserungen oder Beschwerdefreiheit und darüber hinaus von einer Besserung der Lebensqualität und einer Steigerung des Lebensgefühls. In der neuen Therapiephase sollen diese Ergebnisse differenziert werden.

Die Therapiephase erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren und ist für alle Personen geeignet, die von Pollenallergien betroffen sind. Die Teilnehmer werden zwischen Mitte Februar und Mai zwei Mal wöchentlich in bewegungstherapeutische Übungen eingeführt und führen im Anschluss daran die Übungen selbstständig durch.

Das Forschungsteam leiten Albrecht Warning, Professor und medizinischer Koordinator im Fachbereich Künstlerische Therapien und Annette Weißkircher, Professorin und Leiterin des Instituts für Eurythmietherapie.

Weitere Informationen: Alanus Hochschule, Tel. 02222-93211864.