Anthroposophische Medizin in Wissenschaft und Klinik

Neues Forschungs- und Lehrzentrum

Was hilft besser gegen chronische Müdigkeit in der Brustkrebs-Nachsorge? Anthroposophische Therapie oder eine Bewegungstherapie, oder beides zusammen? Was ist wirksamer bei chronischen Rückenschmerzen? Physiotherapie, Yoga oder Eurythmie? Was hilft Kindern mit Typ 1-Diabetes? Ein anthroposophisches Schulungsprogramm oder die Standardbetreuung? Beispiele für Fragen in der Patientenversorgung, die im neuen Forschungs- und Lehrzentrum (FLZ) Herdecke geklärt werden sollen. Das Forschungs- und Lehrzentrum (FLZ) wurde am 12.12.2012 mit ca. 80 Teilnehmern aus Klinik, Universität und Öffentlichkeit eröffnet.

„Wir intensivieren mit dem FLZ die Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke,“ sagt Forschungsbeauftragter und leitender Pädiater des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke, PD Dr. med. Alfred Längler. Und weiter: „Mit dem Ziel einer besseren Patientenversorgung sollen Fragen der klinischen Praxis wissenschaftlich bearbeitet werden“. Prof. Dr. med. Peter Heusser, Leiter des Gerhard-Kienle-Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der Universität Witten/Herdecke ergänzt: „Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke bietet eine hochinteressante Umgebung für die Erforschung der Anthroposophischen Medizin im klinischen Alltag. Die engere Kooperation wird den Patienten zu Gute kommen. Die Studierenden profitieren schon jetzt von den Lernstationen des Integrierten Begleitstudiums Anthroposophische Medizin.“

Das Forschungsspektrum des FLZ reicht von empirischen oder qualitativen Untersuchungen zur Erhebung von Patientenpräferenzen und Unterstützungsbedürfnissen bis hin zu randomisiert kontrollierten Interventionsstudien. 

Dem Forschungs- und Lehrzentrum stehen eine Studienkoordinatorin und eine Studienassistentin zur Begleitung der klinischen Forschungsprojekte zur Verfügung. Das FLZ wird von wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität Witten/Herdecke (Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin), des Integrierten Begleitstudiums Anthroposophische Medizin (IBAM) und des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke im Forschungsverbund betrieben.

Dr. phil. Bettina Berger

Weitere Informationen: Dr. phil. Bettina Berger, Studienkoordinatorin, Fakultät für Gesundheit, Zentrum für Integrative Medizin, Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin, Gemeinschaftskrankenhaus, Gerhard Kienle Weg 4, 58313 Herdecke, Tel. 02330-624763, E-Mail: bettina.berger@uni-wh.de