Faire Mode - Tipps zum Kleidungskauf

Die Berichte über Brände bei Textilherstellern in Asien reißen nicht ab. Die Katastrophen ließen sich verhindern, wenn Modemarken sich stärker für bessere Herstellungsbedingungen engagieren würden. Verbraucher, die darauf nicht warten wollen, können schon jetzt auf faire Angebote ausweichen.

Es sind schreckliche Berichte, die uns immer häufiger erreichen: Hunderte Menschen, zumeist ohnehin schlecht bezahlte Frauen, kommen bei Bränden in Textilunternehmen in Pakistan, Indien oder China ums Leben. Immer wieder sind die gleichen Gründe zu lesen: Die Notausgänge waren verstellt und/oder verschlossen, Feuerlöscher gab es nicht, die Fenster waren vergittert.

Regelmäßig stellt sich heraus, dass namhafte Modemarken in diesen Unternehmen nähen ließen. Ebenso regelmäßig geloben diese Marken, sich für bessere Arbeitsbedingungen der Angestellten einsetzen zu wollen. Verbraucher, die dafür keine Geduld mehr aufbringen, können sich an Siegeln orientieren oder auf zahlreiche modische Alternativen ausweichen.

Zu den wichtigsten Siegeln für fair gehandelte Kleidung gehören Fair Wear, GOTS und IVN Naturtextil Best. Ihnen liegen die Bestimmungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zugrunde, die unter anderem Kinderarbeit, Ausbeutung und Diskriminierung verbieten.

Allerdings tragen bislang nur wenige Kleidungsstücke in Kaufhäusern das Fair Wear-, GOTS- oder IVN-Siegel. Es empfiehlt sich daher, auf das Internet auszuweichen, beispielsweise auf Online-Shops wie zuendstoff-clothing.de oder

avocadostore.de. Wenn Kleidungsstücke länger als eine Saison getragen werden, dann lässt der Druck nach, möglichst schnell und billig und damit zu unmenschlichen Bedingungen produzieren zu müssen.

Verbraucher Initiative e.V.

Weitere Informationen zum öko-fairen Konsum bietet die Webseite www.oeko-fair.de der Verbraucher Initiative. Informationen zum Fairen Handel gibt es außerdem im Themenheft „Fairer Handel“. Zum Bestellen oder zum Download unter www.verbraucher.com.