Erweiterung des therapeutischen Angebotes

Wärmedynamische Inkarnationstherpaie

Seit Ostern 2012 hat sich das Kollegium des Michael-Therapeutikums in Dreieich-Buchschlag um eine neue Mitarbeiterin – Frau Eva Maria Börner – erweitert. Sie ist Heilpraktikerin, Heilpädagogin und Physiotherapeutin und arbeitet seit über 30 Jahren auf der Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde.

Mit der intensiven Tätigkeit der Rhythmischen Massage nach Ita Wegman hat sie u.a. abgeschlossene Fortbildungen in craniosacraler Osteopatie, sensomotorischer Wahrnehmungsförderung nach Flehmig Traumatherapie nach Peter A. Levine (SE) und Focusingbegleiter nach Gendling. Die langjährige Berufserfahrung in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen hat sie dazu impulsiert, die Wärmedynamische Inkarnationstherapie zu entwickeln. Was charakterisiert diesen Ansatz?

Jeder Mensch bringt einen individuellen Impuls, eine Aufgabe mit, wenn er geboren wird. Er sucht eine tiefe Verbindung und Begegnung mit der Umwelt einerseits. Andererseits macht er sich seinen Leib zu eigen, bildet ihn zu einem individuellen Instrument der Seele. Die große Bewegung des sich Verbindens und sich wieder Lösens von der Geburt bis zum Tod und die kleine Bewegung vom Aufwachen bis zum Einschlafen können wir als einen Atmungsprozess erleben. Wir können beobachten, dass jeder Mensch diesen Atmungsprozess individuell gestaltet. Wenn wir in diesen Prozess hinein spüren, erleben wir ein tieferes Wissen, eine Verbundenheit der wir uns nur lauschend nähern können. Diese Verbundenheit ist einerseits auf den Leib gerichtet – sie wird bei E. Gendlin als felt sense (gespürter Sinn) bezeichnet. Andererseits richtet sie sich auf einen Willensimpuls der nicht „inkarniert“ ist, sich aber als Tatkraft im Leben äußern möchte. In diesem Spannungsfeld setzt die Wärmedynamische Inkarnationstherapie an. Denn dort können durch Krankheiten, Traumata und Entwicklungsverzögerungen Stockungen und Trübungen in der Verbundenheit entstehen. Diese Störungen können vom Empfinden, des sich fremd Fühlens im eigenen Leib über Angst und Unruhezustände und Schlafstörungen bis zu manifesten Krankheiten in Erscheinung treten.

Die Wärmedynamische Inkarnationstherapie setzt zwar am Körper an, ist aber keine Körpertherapie im eigentlichen Sinne. Die Hand wird zum Wahrnehmungsorgan, das durch ein tastendes Lauschen der Seele Raum gibt, den Körper durchzugestalten. Dies können wir beobachten z. B. in der Durchblutung und Durchwärmung, Befreiung der Atmung und Regulation der vegetativen Prozesse. Unser Lebensgefühl sagt uns z. B., ob unser Gegenüber wirklich präsent, d.h. inkarniert ist. (Die gesunde rosa Hautfarbe, die wie mit einer Aura schimmert, wird auch als Inkarnat bezeichnet)

Je nach Erfordernis wird die Wärmedynamische Inkarnationstherapie in der Frühförderung mit Spielsituationen verbunden, in der Behandlung von Erwachsenen mit begleitenden Gesprächen und in der Traumatherapie mit Übungen zur langsamen Annäherung und Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Begleitend können Medikamente aus der anthroposophischen Medizin verordnet werden.

Neben dem therapeutischen Angebot hält Frau Börner auch Seminare und Vorträge.

Das Kollegium des Michael-Therapeutikum Dreieich-Buchschlag