+--C7_4_Logo.psdNeue Waldorfschule in Konstanz

Grünes Licht für den Schulbeginn erhielt die Freie Waldorfschule Konstanz als 58. Waldorfschule in Baden-Württemberg. Alle Vertreter der in der Landesarbeitsgemeinschaft versammelten Waldorfschulen stimmten dem Aufnahmegesuch der Elterninitiative aus Konstanz in den Verband zu. Am 10. September nimmt die Schule ihre Arbeit mit einer ersten Klasse auf. Jedes Jahr wird eine weitere Klasse hinzukommen.

Die Freude konnte man den Initiatoren der Schulgründung deutlich anmerken, als der Beschluss für die Mitgliedschaft im Landesverband getroffen wurde. Die Abstimmung war der Schlusspunkt eines vierjährigen Prozesses. Dabei musste sich die Waldorfschulinitiative einer strengen Prüfung unterziehen, durch die die Qualität einer Waldorfschule gewährleistet wird. Die Aufnahme in den Bund der Freien Waldorfschulen ist nach der Eintragung in den Landesverband nur noch ein formaler Akt.

Die Schulgründungsinitiative bildete sich aus Eltern des seit 22 Jahren bestehenden Waldorfkindergartens in Konstanz. Es wurde der Landesarbeitsgemeinschaft ein sehr fundiertes Konzept für eine Schulgründung vorgelegt.

Mit der direkten Nachbarschule in Kreuzlingen (Schweiz) wurden konstruktive Gespräche geführt mit dem Ziel einer zukünftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Unterstützung in pädagogischen, aber auch organisatorischen Fragen ist durch die Freie Waldorfschule am Bodensee (Überlingen) gewährleistet, die als Partnerschule einen starken Rückhalt bildet.

Zwölf Schüleranmeldungen gibt es bereits für den Start der ersten Klasse im September. Eine Umfrage in allen Konstanzer Kindergärten bestätigt den großen Wunsch nach einer Waldorfschule vor Ort. Demnach haben für das darauffolgende Schuljahr bereits 42 Familien Interesse bekundet, ihr Kind an der neuen Waldorfschule anzumelden. Das Kollegium der Schule besteht aus erfahrenen Waldorfpädagogen - für die erste Klasse werden alle Fächer abgedeckt. Für die Konstanzer Waldorfschüler entfällt nun der Weg über die Grenze nach Kreuzlingen.

Trotz eines stabilen Finanzplans beginnt für die Schule nun der schwere Weg der Finanzierung. Bei einer Schulneugründung gibt es in den ersten drei Jahren keine staatlichen Zuschüsse. Mit jedem Kind spart der Staat damit Kosten. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen fordert seit langem, diesen unhaltbaren Zustand zu beenden.

Rund 24.000 Schüler besuchen im Schuljahr 2011/2012 eine Freie Waldorfschule in Baden- Württemberg.

Quelle: www.waldorf-bw.de