Anthrosana mit neuer Geschäftsführung

Bei der Patienten- und Versichertenorganisation Anthrosana steht ein Wechsel in der Geschäftsführung bevor: Nach mehr als 26 Jahren erfolgreicher Tätigkeit wird Herbert Holliger die Leitung in jüngere Hände übergeben. Der Vorstand der grössten anthroposophischen Vereinigung der Schweiz hat Andrea Richter als Nachfolgerin gewählt. Die neue Geschäftsführerin hat in Basel Geschichte und Germanistik studiert. Danach war sie während acht Jahren als Kommunikations-spezialistin in einem Grossunternehmen und einer Agentur in Basel tätig.

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Andrea M. Richter - neue Geschäftsführerin von Anthrosana.

Anfangs 1986 hatte Herbert Holliger die Geschäftsleitung des im April 1977 gegründeten Vereins für ein anthroposophisch erweitertes Heilwesen übernommen. Mit grossem Engagement hat er sich für die vielfältigen Anliegen des Vereins eingesetzt und das Dienstleistungsangebot kontinuierlich ausgebaut. Dadurch konnte die Mitgliederzahl in den 1990er-Jahren mehr als verdreifacht werden. Der zweisprachige Patienten- und Versichertenverband Anthrosana ist mit rund 6.000 Mitgliedern nicht nur eine der mit-gliederstärksten Patientenorganisationen, sondern auch die grösste anthroposophisch orientierte Vereinigung der Schweiz geworden. Dank dieser Entwicklung konnte 1996 die Geschäftsstelle in Arlesheim auf zwei Vollzeitstellen ausgebaut werden.

Unter der Leitung von Herbert Holliger konnte der Verein mit Schriften, Vorträgen und Seminaren an vielen Orten der Schweiz die Förderung einer bewussten Lebensführung in Gesundheit und Krankheit ausbauen und zahlreiche Menschen innerhalb und ausserhalb anthroposophischer Kreise erreichen. In den vergangenen 26 Jahren hat der Anthrosana-Geschäftsführer die für den Erhalt der freien Therapiewahl und Methodenvielfalt auf politischer Ebene notwendige Vernetzung sowohl innerhalb der anthroposophisch-medizinischen wie auch der komplementärmedizinischen Bewegung aufgebaut und engagiert mitgetragen. Ebenfalls an vorderster Front hat er sich schon vor der Lancierung der Volksinitiative bis zur Verankerung in der Bundes-verfassung für die Förderung und Anerkennung der Komplementärmedizin eingesetzt. Zudem ist er wiederholt mit klaren Forderungen für Ethik in der Medizin, einen umfassenden Schutz der Menschenwürde und das Recht auf Kindheit öffentlich aufgetreten. Herbert Holliger ist es auch gelungen, 1996 mit den Innova-Versicherungen ein Kran-kenversicherungsangebot auszuhandeln, das den Mitgliedern von Anthrosana die umfassendste Deckung für Anthroposophische Medizin und Therapie gewährleistet.

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Foto: Anthrosana