22.4.

Die Schule von Chartres

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Gilbert von Poitiers

Chartres gehört zu den kulturell produktivsten Orten des europäischen Abendlandes. Die berühmte gotische Kathedrale, Juwel unter den Schätzen europäischer Baukunst, bietet mit ihrer Fülle an hochrangigen Kunstwerken einen unvergesslichen Einblick in die künstlerische Schöpferkraft und religiöse Tiefe der damaligen Zeit. Den Hintergrund für diese Werke bildete eine Stätte des intensivsten Geisteslebens, an der sich wissenschaftlich geschultes Denken, religiöses Erleben und künstlerische Gestaltungsfähigkeit noch vor ihrer späteren Separation begegnen und befruchten konnten. In seinen Vorträgen aus dem Jahre 1924 hat Rudolf Steiner die „Schule von Chartres“ als einen mittelalterlichen Vorläufer der anthroposophischen Bewegung bezeichnet und diese damit in den Kontext einer spirituellen Tradition gesetzt, der von der Antike bis in die Neuzeit reicht. In einem Tagesseminar mit Roland Halfen am Sonntag, 22. April im Rudolf Steiner-Haus Stuttgart werden von diesem übergreifenden Zusammenhang her die heute nur wenig bekannten philosophischen Horizonte und spirituellen Perspektiven eines Bernhard von Chartres, Wilhelm von Conches, Thierry von Chartres, Bernardus Silvestris, Johannes von Salisbury und Alanus ab Insulis näher betrachtet und deren Bezug zur Kathedrale von Chartres erschlossen.

Andreas Neider

Sonntag, 22. April, Die Schule von Chartres, Tagesseminar mit Roland Hafen, Rudolf Steiner-Haus Stuttgart. Weitere Informationen und Anmeldung: Agentur «Von Mensch zu Mensch», Tel.: 0711 248 50 97; Fax: 0711 248 50 99; E-mail: aneider@gmx.de.

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