Mit Schwung dem Heuschnupfen trotzen

Heileurythmie gegen Pollenallergie

Mit dem Pollenflug von Hasselnuss und Erle beginnt im Frühjahr die Saison der Allergien. Vor allem Juckreiz in den Augen, Schnupfen und Müdigkeit plagen Allergiker nun wieder. Wer dem lästigen Heuschnupfen nicht mit Tabletten oder Sprays entgegenwirken möchte, der kann sich auch mit einer Bewegungstherapie Linderung verschaffen. Ein aktuelles Forschungsprojekt der Alanus Hochschule untersucht die Wirksamkeit der Bewegungstherapie – Interessierte können noch als Probanden einsteigen. 

Das Forschungsprojekt an der Alanus Hochschule bestätigte bereits die Wirksamkeit von Bewegungstherapie gegen Pollenallergie. Das wissenschaftlich und ärztlich begleitete Projekt wurde seit Frühjahr 2009 mit acht Betroffenen von Anette Weißkircher, Professorin für Eurythmietherapie, Albrecht Warning, Professor für Medizin im Fachbereich Künstlerische Therapien, sowie der Eurythmistin Reneé Reder durchgeführt. Alle Probanden hatten in der letzten Pollensaison keine oder deutlich geringere Beschwerden. 

Aufgrund des Erfolges wird das Forschungsprojekt in diesem Jahr fortgesetzt. In der sechswöchigen Therapiephase werden eurythmietherapeutischen Übungen eingeübt, die in der Folge selbständig zuhause fortgesetzt werden können. Zusätzlich wird zu Anfang und nach einigen Wochen eine Rhythmusdiagnose über aktuelle Stressbelastung durchgeführt. Es ist zu erwarten, dass die Bewegungstherapie auch auf das Herz-Kreislauf-System harmonisierend wirkt. 

Das Forschungsprojekt

Aus eurythmietherapeutischer Sicht tritt dann eine Pollenallergie auf, wenn der Betroffene seine Grenzfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen (Pollen) verloren hat. Gereizte Schleimhäute sind beispielsweise die Folge dieses fehlenden Selbstschutzes. Mit Eurythmietherapie soll das Immunsystem wieder aktiviert werden.

Im Forschungsprojekt erlernten die Probanden zunächst spezifische Übungskombinationen. Die 15-minütigen Therapieübungen praktizierten sie dann jeden Tag über sieben Wochen und hielten ihre Erfahrungen in einem Übungstagebuch fest. 

Das Forschungsteam 

Das Forschungsprojekt wurde am Institut für Eurythmietherapie im Fachbereich Künstlerische Therapien an der Alanus Hochschule durchgeführt. Zum Forschungsteam gehören: Prof. Dr. Albrecht Warning – Medizinischer Koordinator im Fachbereich Künstlerische Therapien, Prof. Annette Weißkircher – Leitung des Instituts für Eurythmietherapie, Reneé Reder (M.A.) – Lehrbeauftragte im Institut für Eurythmietherapie.

Quelle: Alanus Hochschule