Die Eurokrise und ihre geistigen Ursachen

26.2.

Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise rund um den Euro und die Verschuldung der europäischen Staaten nimmt immer bedrohlichere Formen an. Tag für Tag werden wir mit Tatsachen konfrontiert, die kaum jemand versteht, geschweige denn irgendwie beeinflussen kann. Was geht hier eigentlich vor und wer oder was zieht hier die Fäden? Geld ist das notwendige und entwicklungsfördernde Medium des globalen Waren- und Dienstleistungsaustausches. Mit der Einführung der Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken, dem Ende des Goldstandard und dem Scheitern von Bretton Woods in 70iger Jahren hat sich sukzessive neben der Realwirtschaft eine eigene Finanzindustrie entwickelt. Diese hat sich mehr und mehr von der Realwirtschaft abgekoppelt mit zum Teil existenziell schädigenden sozialen ökologischen und auch ökonomischen Folgen.

Das Seminar soll die Hintergründe der gegenwärtigen Krise aufzeigen, aus dem Verständnis sozialer Prozesse, wie sie Rudolf Steiner im Nationalökonomischen Kurs vor 90 Jahren erläutert hat.

Welche Forderungen stehen heute in der Diskussion bzw. welche Regeln sind wahrscheinlich notwendig um die Finanzmärkte zu regulieren und einzuschränken? Und welches sind dabei die Aufgaben Mitteleuropas?

In einem Tagesseminar am Sonntag, den 26. Februar 2012, von 10 bis 17 Uhr im Rudolf Steiner-Haus Stuttgart werden Stephan Eisenhut, Frankfurt, Wilfried Münch, Stuttgart und Andreas Neider, Stuttgart, zu folgenden Themen sprechen: Stephan Eisenhut: Zur aktuellen Entwicklung der Finanzkrise und deren geistigen Hintergründe. Wilfried Münch: Blick in die Entwicklung der Bankenlandschaft und Finanzmärkte -  deren soziale Wirkung in der Gesellschaft. Andreas Neider: 1933 – 2011: Kontinuitäten in der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands am Beispiel der Automobilindustrie – zugleich ein kritischer Blick auf die Wachstumsideologie.

Stephan Eisenhut: Der Kapitalbegriff Rudolf Steiners und die Aufgabe Mitteleuropas.

Andreas Neider

Weitere Informationen und Anmeldung: Agentur «Von Mensch zu Mensch», Tel.: 0711 – 248 50 97; Fax: 0711 – 248 50 99; E-mail: aneider@gmx.de.