Innerdeutscher Grenze soll Nationales Naturmonument erhalten

Anlässlich des 50. Jahrestages der Befestigung der innerdeutschen Grenze und des Mauerbaus in Berlin hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine „Erinnerungslandschaft Grünes Band“ gefordert. Während in Berlin praktisch keine Mauerreste mehr existierten, sei das ab 1989 vom BUND gerettete „Grüne Band“ entlang des innerdeutschen Grenzstreifens ein einzigartiges ökologisches Denkmal der Wiedervereinigung und mit 1400 Kilometern Länge ein länderübergreifender Biotopverbund von nationaler Bedeutung.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Die deutsche Teilung und der Mauerbau waren tragisch für die Menschen. Im Schatten der ehemaligen Todeszone haben jedoch bis heute 1200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten überlebt, vom Laubfrosch über die Wildkatze bis zu Orchideen.“

Der BUND forderte die Bundesregierung außerdem auf, sich auch für den Schutz des „Grünen Bands Europa“ einzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse ihren derzeitigen Vorsitz im Ostseerat nutzen, wertvolle Naturrefugien an der deutschen, der polnischen und der baltischen Ostseeküste besser zu schützen. Das „Grüne Band Europa“ erstreckt sich mehr als zwölftausend Kilometer entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs durch 24 Staaten vom Schwarzen Meer über den Balkan bis nach Karelien.

Quelle: Bund für Umwalt und Naturschutz Deutschland