30.9.-2.10.

Jungen Künstlern den Vortritt!
Erstes Eurythmielabor

+B9_10.tif

„Wo findet man junge Eurythmisten auf der Bühne?“ Diese Frage stand wie ein großes Ausrufezeichen am Ende des Festivals „Eurythmie und Performance“, das im vergangenen Jahr an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn stattfand. Da sich eine langfristige Perspektive für die Eurythmie nur entwickeln lässt, wenn der Nachwuchs intensiv miteinbezogen wird, soll beim diesjährigen EurythmieLabor jungen Künstlerinnen und Künstlern der Vortritt gegeben werden. Zu dieser experimentellen Werkstatt, initiiert von Melaine MacDonald, Eurythmieprofessorin in Zusammenarbeit mit Eurythmieprofessor Alexander Seeger an der Alanus Hochschule, bei der fünf junge Bühnenensembles ihre Arbeit vorstellen, sind alle Interessenten vom 30. September bis zum 2. Oktober an die staatlich anerkannte Kunsthochschule eingeladen.

Die besondere Idee des EurythmieLabors ist ihr Werkstattcharakter: Die fünf jungen Bühnenensembles präsentieren nicht nur ihre fertigen Aufführungen. Vielmehr kann der Zuschauer in offenen Proben den Entstehungsprozess dieser Aufführungen miterleben. Ihm wird damit die Gelegenheit geboten, die einzelnen Arbeitsschritte nachzuvollziehen und die Arbeitsmethoden der Aufführenden zu erfahren: Wie gehen die Künstler an ihr Thema heran? Welche Auffassung von Raum, Körper und Bewegung werden vertreten?

Abschluss mit Preisverleihung

Thematisch schließt das erste Eurythmielabor an das letztjährige Festival „Eurythmie und Performance“ an, indem das damalige Motto „Bewegung lesen“ vertieft wird. Im Unterschied zum vergangenen Jahr wird es nun allerdings weniger Aufführungen und Workshops geben, um den einzelnen Präsentationen sowie der Verarbeitung des Geschehenen mehr Zeit einzuräumen. Zudem findet am Samstagabend eine sogenannte Fringe-Veranstaltung statt: Auf dieser offenen Bühne können junge  Eurythmisten – gerne auch Studierende – in maximal fünf Minuten ihre eigene Arbeit zeigen. Wie im letzten Jahr wird ein Team von Studenten wieder über den gesamten Veranstaltungszeitraum für ungewöhnliche Aktionen und Reflexionsangebote sorgen, um so den Austausch über das Gesehene anzuregen.

Das Wochenende schließt mit einer Preisverleihung ab. Eine Fachjury verteilt das Preisgeld von 20.000 EUR auf einen ersten, einen zweiten und drei dritte Plätze. Die Preisgelder sind zweckgebunden und als Beitrag zur Deckung weiterer Produktionskosten gedacht.

Auch zukünftig finden weitere Eurythmielabore in unterschiedlicher Form statt, um intensiv aktuelle Arbeitsfragen in der performativen Kunst zu behandeln. In diesem Sinn sollen sie eine Plattform sein für Entwicklungsvorhaben sowie das Thema Praxisforschung in der Bühneneurythmie. Wichtige Aspekte sind dabei das unbefangene Suchen und Experimentieren, der offene Diskurs und die konstruktive Kritik.

Anja Piske

Freitag 30. September bis Sonntag 2. Oktober: 1. Eurythmie-Labor: Jungen Künstlern den Vortritt! Veranstaltungsort: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Campus I, Johannishof, 53347 Alfter. Weitere Informationen und Kartenbestellung: Ephraim Krause, E-Mail: ephraim.krause@alanus.edu, Tel. 02222-93211274.

Foto: Rebecca Ristow