Neuer Hebammenkreißsaal eröffnet

Am 7. September wurde im Dörthe-Krause-Institut ein neuer Hebammenkreißsaal eröffnet. Damit setzt das Gemeinschaftskrankenhaus auf die bisherigen positiven Erfahrungen in einigen Nachbarländern, in denen eine hebammengeleitete Geburtshilfe bereits seit Jahren praktiziert wird. Dort hat sich gezeigt, dass dort durch die intensive Hebammenbetreuung die Kaiserschnittrate gesenkt werden konnte. Außerdem wurde nachweislich das Stillen erleichtert, und mehr Frauen haben ihre Geburt positiv erlebt.

Der Hebammenkreißsaal ist weder räumlich noch personell vom bestehenden Kreißsaal getrennt. Wenn die Geburt unproblematisch verläuft, werden die Frauen ausschließlich durch die Hebamme versorgt. Im Falle einer Komplikation wird sofort ein Arzt hinzugezogen.

Bundesweit wurde der erste „Hebammenkreißsaal“ 2003 in Bremerhaven eröffnet. Bereits Anfang der 1990er Jahre gab es in Skandinavien, Großbritannien und Österreich erste Konzepte, die erstmalig in Deutschland 1998 von der damaligen Präsidentin des Bundes Deutscher Hebammen, Magdalene Weiß, aufgegriffen und anschließend in einer Arbeitsgruppe von Hebammen weiterverfolgt wurden.

 Matthias Riepe