Soziales Engagement von Unternehmen auch in der Bildung unverzichtbar

Die Sekem Initiative mit Sitz in Kairo, Ägypten sieht im sozialen Engagement von Unternehme einen unverzichtbaren Bestandteil zu einer menschenwürdigeren und gerechteren Welt auch in Alphabetisierung und Weiterbildung der Ärmsten der Armen. Ihr soziales Engagement ist eine tragende Säule einer ganzheitlichen Entwicklung der Gesellschaft, denn sie können partnerschaftlich gesellschaftliche Teilhabe fördern und die Motivation des Einzelnen, sich selbst sozial zu engagieren, anregen.

Unternehmen wie Sekem, die sich vorrangig für Benachteiligte einsetzen, können durch ihre Arbeitsplätze, Mitarbeiteraktivitäten und Weiterbildungsmaßnahmen Menschen effektiv erreichen und Veränderungen mit unterstützen. „Wir können den positiven Wandel nicht nur den Regierungen und der Zivilgesellschaft überlassen. Auch die Unternehmen müssen zu der Pflege des Gemeinwohls ihren Beitrag leisten. Gerade sie sind ja durch ihre finanziellen und praktischen Mittel Akteure, die vieles verändern können und das relativ schnell“, meint Helmy Abouleish, Geschäftsführer der Sekem Firmengruppe.

Föderung der Aus- und Weiterbildung

Deshalb fördert Sekem im ländlichen Ägypten bereits seit Jahrzehnten die Aus- und Weiterbildung von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen wie jungen Frauen, auch in der Alphabetisierung. Die Schreib- und Lesefähigkeit ist dabei eine Grundlage für die gesellschaftliche Teilhabe der Ärmsten. Die Betriebe der Firmengruppe unterstützen mit einem Teil ihrer Gewinne die sozialen und kulturellen Bildungsmaßnahmen und Projekte der SEKEM Development Foundation (SDF).

Sie führt mit Unterstützung ägyptischer unter internationaler Partner im ländlichen Gebiet des

armen Bezirks Sharkeya Vorreiterprojekte in Alphabetisierung, Aus- und Weiterbildung und bürgerschaftlichem Engagement durch, um vor allem jungen Ägyptern und Frauen mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Fairtrade-System wirksames Werkzeug im Kampf gegen Analphabetismus

Mithilfe des Fairtrade-Systems konnte Sekem in den vergangenen Jahren Alphabetisierungskurse für mehr als 300 Männer und Frauen anbieten. Der Ansatz des sozial engagierten Handels, der Produzenten in Entwicklungsländern höhere Produktpreise und eine Prämie garantiert, unterstützt Investitionen in soziale Projekte zugunsten der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Mitarbeitern und ihren Familien.

Im Rahmen des „13-Dörfer-Projektes“ wurden mithilfe eines von der Europäischen Kommission finanzierten Entwicklungsprojektes Alphabetisierungskurse speziell für junge Frauen durchgeführt.

Ein Outreach-Team besuchte darüber hinaus Dörfer und stellte Unterrichtsmaterialien für Frauen bereit, die noch nicht lesen können. Das „Kamille-Kinder“-Projekt dient für viele dieser Projekte als Basis. Das seit Jahren durchgeführte Projekt konnte allein während der „13-Dörfer“-Initiative 100 von Kinderarbeit bedrohte Kinder zwischen 12 und 14 Jahren laufend betreuen. Bis heute bietet ihnen das Projekt einen finanziellen Ausgleich und eine grundlegende Schulbildung, unter anderem in Lesen und Schreiben. Später können die Kinder an weiterführenden Bildungsmaßnahmen teilnehmen.

Auf kommunaler Ebene unterstützt die SDF den langfristigen Aufbau lokaler Arbeitsgruppen und -zentren. Die begonnene Bildungsarbeit soll so dauerhafte, selbstgeführte Wurzeln schlagen.

Bijan Kafi