26.-28.10.

Spielräume

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Nora Mertes

Das Rudolf Steiner Insitut in Kassel veranstaltet vom 26. bis 28. Oktober 2011 Gespräche und Aktionen unter dem Titel „schmied/gsam ... Expansao möglich machen... milde“ rund um das Thema Kinderspiel. Die dreitägige Veranstaltung beginnt mit einer Podiumsdiskussion im Anthroposophischen Zentrum in Kassel am 26. Oktober, 20 Uhr, in der die Kindheit zwischen zweckfreiem Spiel und lernfixiertem Experiment thematisiert wird. Vier Positionen zum kindlichen Spiel stellen sich in Impulsreferaten vor und gehen miteinander und mit dem Publikum in den Dialog:

Anna Spindler, München, ist Referentin für frühkindliche Entwicklung und Bildungsprozesse. Seit 2002 Referentin am Staatsinstitut für Frühpädagogik. Seit September 2007 Mitarbeiterin von Prof. W. E. Fthenakis bei der Implementation des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans von 0 bis 10 Jahren.

Dr. Ilse Wehrmann, Bremen, ist freie Beraterin im Bereich frühkindlicher Bildung u. a. für den Aufbau der betriebsnahen Kinderkrippen der Daimler AG und der RWE. Sie ist Mitglied im Projekt-Beirat „Profis in Kitas“ der Robert-Bosch-Stiftung und Autorin des Buches Deutschlands Zukunft: Bildung von Anfang an.

Dr. Andreas Weber, Berlin, ist freier Journalist und setzt sich für eine Überwindung der mechanistischen Interpretation von Lebensphänomenen ein. Er vertritt einen ganzheitlichen, an der Natur orientierten Spielbegriff. In seinem Aufsatz „Mehr Matsch! - Kinder brauchen Natur“ vertritt er eindrücklich sein Anliegen.

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Im Rahmen der Dreitagesveranstaltung wird auch das Buch „Lasst die Kinder spielen“ am Donnerstag, 27. Oktober, 20 Uhr, im Anthroposophischen Zentrum in Kassel, Südsaal, vorgestellt.

Zum Abschluss wird das Thema „Tatort Jugend - das Spiel mit der Zukunft“ am Freitag, den 28. Oktober 2011, 20 Uhr, im Anthroposophischen Zentrum in Kassel, Südsaal, in Impulsen und Gesprächen von Nora Mertes und Benjam Kolass behandelt. Es begegnen sich zwei Menschen, die sich in besonderer Weise mit Jugendlichen von heute, ihrem Lebensgefühl und ihren Lebensumständen auseinandersetzen:

Nora Mertes, geboren 1982, studierte Bildhauerei, Freie Kunst sowie Kulturpädagogik an der Alanus Hochschule Alfter und der Hiroshima City University, Japan. Ein weiterbildender Masterstudiengang Art in Context führte sie an die Universität der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin. Ihre letzte Ausstellung „Multistabile Wahrnehmung“ fand in den E-Werken Freiburg statt.

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Benjamin Kolass, 36 Jahre alt, lebt in Berlin und ist Initiator und Macher der „projekt.zeitung“, einer offenen Initiative von jungen Menschen im anthroposophischen Umfeld, die spannende, „andere“ Gedanken und Projekte in die Welt bringt. Er hat in einer Ausgabe der „projekt.zeitung“ im Juli 2009 Thesen meiner Jugend veröffentlicht, in denen er in 30 prägnanten, provozierenden Thesen darlegt, was für ihn Jugend Anfang des 21. Jahrhunderts verkörpert.

Markus Stettner-Ruff

26.-28. Oktober 2011: „schmied/gsam ... Expansao möglich machen... milde“, Gespräche und Aktionen. Weitere Informationen: Rudolf Steiner Institut Kassel, Tel. 0561-9308830.