Neugestaltung der Gartenanlage des Waldorfkindergartens in Göppingen

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„Wer nicht matscht, bleibt dumm“, so fasst Manfred Spitzer das wichtigste Lernmaterial für Kinder zusammen. Kinder brauchen Natur und um sich die Welt anzueignen, müssen sie sie „begreifen“. Um dem Anspruch der Waldorfpädagogik zu folgen, den Kindern Räume zur Verfügung zu stellen, so dass sie in ihrer motorischen Entwicklung gefördert und in der freien Entfaltung ihrer Phantasie unterstützt werden, war eine Umgestaltung und Erneuerung des Gartens um den Kindergarten in der Kleiststrasse dringend notwendig. Entsprechend haben die Eltern der Kindergartenkinder unter Anleitung eines Landschaftsgärtners den Garten umgestaltet.

Ein Großteil der lehmigen Rasenfläche wurde durch Hackschnitzel ersetzt, damit die Kinder auch bei schlechtem Wetter im Garten spielen können. Aus Baumstämmen entstand ein Kletterhang, der die größeren Kinder zum Klettern und Balancieren animiert, während die jüngeren Kinder sich auf den Baumstämmen ausruhen können. Ein Obsthang wurde angelegt, so dass die Kinder zu den Früchten hin balancieren können, um von diesen zu naschen. Die Erzieherinnen wiederum können Zitronenmelisse, Salbei oder Minze für den Tee ernten. Kurz vor den Sommerferien kam noch eine Sitzgruppe für die großen Kinder hinzu, die sich in einem blickgeschützten geheimnisvollen Raum durch eine Buchenhecke befindet.

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So wurden von den Eltern an diesen Tagen insgesamt über 20 Kubik Hackschnitzel verteilt, über 80 lfm Baumstämme verlegt, über 60 Sträucher eingepflanzt und ca. 100 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit vollbracht.

Nun gehen die Aktionssamstage weiter. Die Kinder bekommen eine Wippe, einen Weidentunnel und ein weiterer Kletterhang wird fertig gestellt. In den Herbstferien wird der Kindergarten durch einen neuen Zaun verschönert und die Thujahecke durch heimische Sträucher ersetzt. Im Frühjahr nächsten Jahres ist dann noch eine Nestschaukel geplant.

Doch die Aktionstage sind nicht nur Arbeitstage. Sie sind auch eine gute Möglichkeit, dass sich die Familien untereinander besser kennenlernen. Die Kinder hatten jedenfalls bisher viel Spaß dabei: Konnten sie doch fleißig mithelfen, Schubkarren fahren, Pflanzlöcher ausgraben oder als absoluten Höhepunkt: Bagger fahren!

Silvia Knospe,

Elternbeirätin