Gentechnische Verunreinigung von Saatgut im Bundesrat verhindert

Die Reinheit des Saatgutes stand am 18. März im Bundesrat zur Debatte. Ein Antrag von Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sollte die von der Saatgutindustrie geforderte “Abkehr von der Nulltoleranz” für die Verunreinigung mit Gentechnik einläuten. Er fordert eine „für alle Wirtschaftsbeteiligten praktikable technische Lösung für die Nulltoleranz bei Saatgut”. Save Our Seeds, 42 Organisationen und Unternehmen und 64.000 Unterzeichner einer Campact-Aktion forderten die Ministerpräsidenten auf, diesen Antrag abzulehnen. Mit Erfolg: Für den Antrag stimmten schließlich nur noch die drei Antragsteller.

Der Protest hat gewirkt: Der Antrag zur Aufhebung der Null-Toleranz im Saatgut wurde im Bundesrat mehrheitlich abgelehnt. Noch am 28. Februar wurde der Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Agrarausschuss des Bundesrates einstimmig beschlossen.

Der daraufhin ausbrechende Protest auf der Straße und im Internet bewegte mehrere Ministerpräsidenten der Bundesländer dazu, sich sogleich klar für die Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu positionieren. 64.000 Unterschriften wurden gesammelt, die den Ländervertretern bei einer Aktion vor dem Bundesrat übergeben wurden. „Diese krachende Niederlage für die Gentechnik-Lobby ist der Erfolg massiven Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Tagen”, so Astrid Goltz vom Kampagnen-Netzwerk Campact.

Quelle: Mellifera e.V.